?Wer an der Jugend spart, der spart an der Zukunft!?

Veröffentlicht am 11.02.2005 in Allgemein

Jungsozialisten in der SPD, Kreisverband Saalfeld-Rudolstadt und [?solid] die sozialistische Jugend e.V., Ortsgruppe Saalfeld-Rudolstadt rufen gemeinsam zum Protest auf

Der Freistaat Thüringen steht in einer Finanzkrise. Im Problemhaushalt 2005 (Zitat Althaus) plant die Regierung die Zuweisungen an die Kommunen um ca. 220 Millionen Euro zu kürzen. In Konsequenz dessen bedeutet dies einen massiven Kahlschlag im Jugend-, Kultur- und Bildungsbereich.

Unmittelbar betroffen werden zum Beispiel die Träger der Erwachsenenbildung sein (z.B.: Volkshochschulen). Auszugehen ist aber auch von Kürzungen in den Zuweisungen für Schulspeisung oder der Schuljugendarbeit. Die Angebote der Familienhilfe und Beratung sowie der Suchthilfe sind ebenfalls von den rigorosen Kürzungen betroffen. Für die Jugendsozialarbeit am folgenreichsten wird die geplante Kürzung der Jugendpauschale um 20 Prozent sein. Hier werden geschaffene und bewährte Strukturen der Jugendhilfe aufs Spiel gesetzt. In Folge dessen steht jetzt schon in weiten Teilen Thüringens die soziale Infrastruktur auf der Kippe. Konkret: Es geht um notwendige Stellen in der Sozialen Arbeit, wichtige Angebote und Projekte die nicht einfach gestrichen werden können.

Es fehlen Millionen, und die Frage steht im Raum wie die Kommunen hier ihre Pflichtleistungen gewährleisten sollen, von den freiwilligen Leistungen ganz zu schweigen. Auch die Stadt Saalfeld konnte zum Beispiel wegen der konzeptionslosen Haushaltspolitik der Landesregierung noch keinen ordentlichen Haushalt aufstellen.

Jugendarbeit auf Sparflamme wird die weit verbreitete Perspektivlosigkeit unter jungen Menschen verschlimmern. Der Wegfall von Unterstützungs- und Beratungsangeboten wird zu einer Verschärfung von sozialen Problemlagen führen. Jugendhilfe die aus Finanznot nur an den Symptomen, nicht aber an den Ursachen, arbeitet kann nicht wirklich präventiv handeln. ?Was für eine Jugendarbeit will die Gesellschaft?? Diese Frage hat Berechtigung. Soll sie sich lediglich als eine Art soziale ?Feuerwehr? bei den akuten Problemen ansetzen. Oder soll sie eher vorbeugend handeln, jungen Menschen ein Angebot unterbreiten, dass sich an ihren Bedürfnissen, Interessen und Erfahrungen orientiert. Somit also als ein ?Geländer der Lebensführung? agiert und einen Bildungsanspruch zur Partizipation, Mitbestimmung und gesellschaftlicher Teilhabe in sich trägt.
Soziale Arbeit ist eine Investition in die Zukunft die sich mittel- und langfristig auszahlt.
Aber: Einsparungen in der Sozialen Arbeit sind Einsparungen am sozialen Frieden im Land. Deshalb fordern wir: Einen runden Tisch aller beteiligter Akteure der zukunftsweisend am Bedarf orientierte Perspektiven und Lösungsansätze entwickelt. Wir fordern auf zur Einsicht, dass soziale und kulturelle Bildung ein Beitrag zur gesellschaftlichen Infrastruktur ist und somit auch ein Standortvorteil für Thüringen. Bildungsangebote müssen gesichert werden, die geschaffenen Strukturen in der Jugendhilfe müssen erhalten bleiben.

Wir rufen deshalb zum Protest gegen die instinktlosen Kürzungspläne der Landesregierung auf.

Thomas Schnabelrauch

 
 

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