Moskauer Platz bekommt 5 von 5 Sterne bei TA/TLZ-Aktion: Wir vermessen Erfurt
Wo sich Europa in den Straßennamen spiegelt
Am Moskauer Platz zwischen B 4 und Gera-Aue sind 8000 Menschen zu Hause
Der Moskauer Platz
als größtes Plattenbaugebiet im Norden war nach seiner Entstehung in den 1980er-Jahren bis zur Wende das Zuhause für 15 000 Menschen. Seither hat sich diese Zahl fast halbiert. In der Folge veränderte sich das Wohngebiet auch optisch: Es wurden viele Häuser vor allem zwischen Budapester- und Ulan-Bator-Straße abgerissen, durch Grünflächen ersetzt.
Die grüne Lunge aber ist die Gera-Aue, mit einem großen Spielplatz und Spazierwegen bis nach Gispersleben oder entgegengesetzt zum Nordpark.
Das Einkaufszentrum ist der Thüringenpark, Magnet weit über die Grenzen des Viertels hinaus. Und in der Pflicht, auch das gesellschaftliche Leben zu bereichern: durch Ausstellungen, Veranstaltungen, als Start und Ziel von Sportwettbewerben. Lange war das soziale Herz des Moskauer Platzes das Kultur- und Freizeitzentrum, kurz Kufz genannt. Nun abgerissen entsteht hier Neues. Und das bekannte Renau-Gemälde an der Stirnseite des Kufz wurde eingelagert, ein Förderverein will sich des Kunstwerks annehmen, sagte Ortsteilbürgermeister Torsten Haß.
In dem Stadtteil mit Straßennamen von vielen internationalen Hauptstädten ist der Euopaplatz ein Hauptknotenpunkt des Nahverkehrs, auch für Busse ins Umland. Und in Anbindung an die B 4 haben sich auch Gewerbe und Dienstleister angesiedelt. Der medizinische Anlauf ist das Ärztehaus Moskauer Platz. Und wo trifft man sich außerhalb der Platte? Im Mehrgenerationenhaus, bei Stadtteilfesten, beim Martiniumzug, zum Awo-Straßenfest oder beim Herbstrundgang.










