Bei sommerlichen Temperaturen trotzten am 14.06.2006 circa 1200 Studierende der FSU der Hitze und kamen zur studentischen Vollversammlung. Die Vollversammlung ist das mächtigste Organ der Studierendenschaft. Sie gilt es einzuberufen, wenn wichtige und weitreichende Entscheidungen getroffen werden müssen.
Das Thema war kein geringeres, als die von der Landesregierung in Thüringen geplante Einführung von Studien- und Verwaltungsgebühren, sowie die Beschneidung der studentischen Mitsprache an der Universität durch die bevorstehende Novelierung des Thüringer Hochschulgesetzes.
Auf der Vollversammlung gab es unter anderem, eine mitreißende Rede vom hochschulpolitischen Referenten des StuRa Frank Dörfler, der ganz klar auf die Missstände im kommenden Hochschulgesetz hingewiesen hat. Des weiteren folgten Reden vom fzs Vorstand (Dachverband der Studierendenvertretungen), des Vorsitzenden des RCDS (Ring Christlich Demokratischer Studierendenschaften) und dem Soziologen Professor Dr. Dörre.
Als Höhepunkt der Veranstaltung, setzen die Studierenden mit dem Beschluss eines Positionspapieres, sowie der Urabstimmung zu Studiengebühren, ein deutliches Zeichen. Es wird jedoch keinen Streik geben, da diese Maßnahme von der Mehrheit der Studierendenschaft abgelehnt wurde. Darüber hinaus wurde zu Studentischen Aktionen aufgerufen, welche in den nächsten Tagen koordiniert werden sollen. Ziel ist es, durch fortwährende Proteste und Aktionen sich bei der Landesregierung Gehör zu verschaffen.
Im Anschluss an die Veranstaltung fanden sich ca. 250 Studierende ein, um ihrem Ärger in Form einer spontanen Demonstration Ausdruck zu verleihen. Der Demonstationszug bewegte sich zum Rektoriat, wo sich der Rektor Prof. Klaus Dicke den aufgebrachten Studierenden stellte. Da die Ansichten stark auseinander gingen, wurde mit dem Rektor eine Podiumsdiskussion zu Studiengebühren vereinbart, die Ende Juni stattfinden soll.