SPD-Vertreter wanderten am Reformationstag vom Schloß Belvedere über Taubach und Süßenborn nach Tiefurt.
Vertreter des SPD-Kreisverbandes, unter ihnen Kreischef Matthias Bettenhäuser und Fraktionsvize Bernd Nowak, wanderten zum Reformationstag am vergangenen Freitag um Weimar. Von Schloß Belvedere ging es für die 15 Teilnehmer bei windigem, aber trockenem Wetter über Taubach und das Gewerbegebiet Süßenborn nach Tiefurt.
In Taubach und Tiefurt nutzten die SPD-Politiker die Gelegenheit, sich bei Vertretern der Ortschaften über Interessantes und Problematisches dieser Weimarer Ortsteile zu informieren. Die Taubacher Ortsbürgermeisterin Brigitte Burckhardt kritisierte das komplizierte Verfahren zur Pflege des Sportplatzes. Der über Jahre immer wieder hinausgeschobene Umbau des Feuerwehrhauses müsse unbedingt im kommenden Jahr umgesetzt werden. Weiterhin notwendig sei ein direkter Radweg entlang der Straße nach Weimar, da der unbeleuchtete Ilm-Rad-Wanderweg für die zahlreichen Rad-Pendler, unter ihnen viele Kinder, keine Alternative sei. Zu begrüßen sei, dass mit der Erneuerung des Kanalsystems ein Großteil der Ortsstraßen saniert werde. Die SPD-Vertreter besichtigten die Dorfkirche und die Kindertagesstätte.
SPD-Kreisvorsitzender Matthias Bettenhäuser kritisierte die teilweise mangelhafte Unterstützung der Ortsteile durch die Stadt. Das Verständnis für die Haushaltslage Weimars sei in den Ortsteilen vorhanden. Oft könne jedoch auch ohne viel Geld, sei es durch einfaches Verwaltungshandeln oder anerkennende Worte, geholfen werden. Bettenhäuser lobte den hohen Einsatz der Ehrenamtler sowie den Einsatz von privaten Kapital. „Das Sparen darf nicht dazu führen, dass letzten Endes die in den Ortsteilen gut ausgeprägten und für das Gemeinwesen wichtigen, ehrenamtlichen Strukturen kaputt gemacht werden“, so Bettenhäuser. Die SPD werde sich in den kommenden Haushaltsberatungen dafür einsetzen.
In Tiefurt stellte Ortsbürgermeister Jörg Rietschel den weit fortgeschrittenen Umbau des alten Kammergutes und die zu attraktiven Wohnungen umgebaute, ehemalige Papiermühle vor. Seinen Abschluß fand der informative Tag bei gutem Essen und Trinken in der Remise.