Immer mehr Jugendliche greifen zu ? legalen und illegalen ? Drogen. Das bereitet uns große Sorge. Wenn 40% der 15-jährigen Mädchen bereits zur Zigarette greifen, dann ist dies ein deutliches Alarmsignal. Hier sind Stadt und Bürger gefordert, aktiv zu werden.
"Wir haben die Situation erkannt. Deshalb wurden die Strukturen der Drogenprävention und Drogenhilfe bereits neu ausgerichtet. Der Suchthilfeverbund (bestehend aus vier Trägern) konzentriert sich insbesondere auf das Problem des Alkoholmissbrauchs. Das DRK betreut den Bereich illegale Drogen. Beim Gesundheitsamt ist eine Stelle für Koordination und Prävention eingerichtet", sagte SPD-Kreisvorsitzender Albrecht Schröter.
"Jena spielt im Bereich der Drogenarbeit schon immer eine Vorreiterrolle. Unsere Konzepte werden von anderen Städten gelobt und nachgeahmt. Das heißt aber keineswegs, dass wir uns nun beruhigt zurück lehnen könnten. So gilt es, die präventiven Aufgaben zu verstärken. Nicht nur die Stadt ist gefordert. Wichtig ist auch, dass die Gesellschaft aktiv wird. Wegschauen hat jedenfalls noch nie geholfen", so Schröter weiter.
Warum sollte man etwa Zigarettenautomaten nicht abschaffen? Das wäre ein effektiveres Mittel, den Konsum einzuschränken als per Dekret Rauchverbot an Schulen einzuführen, wie es die CDU fordert. So gehen die Kids einfach vor den Schulhof und erreicht ist damit gar nichts.
Die SPD Jena macht sich für einen realistischen und praktikablen Weg der Drogenprävention stark. "Dass Verbote kein Allheilmittel sind, sollte klar sein. Wir sehen Drogenarbeit unter den Aspekten soziale Sicherheit, Jugendschutz und Kriminalitätsbekämpfung. Deshalb setzen wir auf einen Mix aus Unterstützung, Aufklärung und Strafen", sagte SPD-Pressesprecher Andreas Müller.