Der Thüringer SPD-Nachwuchs, fordert die Landes- und Bundespartei zum umdenken auf. Nach den aktuellen Zahlen der Agentur für Arbeit seien Ein-Euro-Jobs nahezu sinnlos.
Gerade 15 Prozent der Ein-Euro-Jobber, erhalten einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz, während ABM-Maßnahmen größeren Erfolg aufweisen können.
Aus Sicht der Thüringer Jungsozoialisten zerstören "Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung" sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse und schaden so der Volkswirtschaft.
"Wir fordern deren Abschaffung und bitten die sozialdemokratischen Bürgermeister und Landräte, möglichst keine Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung mehr in ihren Kommunen anzubieten.", so Peter Metz, Vorsitzender der Jusos Thüringen.
Dagegen zeigt sich für den SPD-Nachwuchs, dass Weiterbildungsmaßnahmen intensiver gefördert werden müssen. In jedem dritten Fall waren solche Angebote erfolgreich.
Die Jusos fordern Unternehmen und öffentliche Einrichtungen auf, sozialversichersicherungspflichtige Arbeit zu schaffen. ABM-Maßnahmen seien keine gute Alternative, aber besser als das neu geschaffene Instrument des Ein-Euro-Jobs und in jedem Fall sozialverträglicher, so Metz.
Bereits auf dem Landesparteitag der Thüringer SPD reichten die Jusos einen entsprechenden Antrag ein. Dieser wurde abgelehnt.
Die Jungsozialisten möchten nun die Partei für das Thema sensibilisieren und fordern vor allem die Entscheidungsträger zum Umdenken auf.