Die SPD Jena tritt mit Nachdruck dafür ein, die Erzieher und Erzieherinnen an den Horten der Grundschulen im Landesdienst zu belassen. Nur so ist es möglich, die pädagogische Einheit von Grundschule und Hort zu wahren sowie die Horte als integralen Bestandteil der Grundschulen zu erhalten.
Der SPD-Kreisvorsitzende Albrecht Schröter sagte:
?Grundschule und Hort müssen von einem einheitlichen pädagogischen Konzept getragen werden. Sonst wird der Erhalt der Grundschule als Ganztagsschule nicht möglich sein. Die pädagogische Einheit von Grundschule und Hort setzt aber zugleich eine gemeinsame Personalverantwortlichkeit für alle an der Grundschule tätigen Pädagogen voraus. Lehrer und Erzieherinnen müssen sich an den Grundschulen als Landesbedienstete auf gleicher Augenhöhe begegnen können. Sie müssen gleichermaßen zur Realisierung einheitlicher pädagogischer Zielsetzungen angeleitet werden können. Allen Überlegungen, die Erzieherinnen nicht länger im Landesdienst zu belassen, erteilen wir daher eine klare Absage?.
?Wir fordern die für Jena zuständigen CDU-Abgeordneten Seela und Trautvetter auf, sich jetzt vor Ort und im Landtag für die Horte einzusetzen. Wer im Wahlkampf immer wieder die wichtige Rolle der Bildungspolitik betont hat, muss jetzt zu seinem Wort stehen?, so SPD-Chef Schröter weiter.
?Die CDU zerschlägt sehenden Auges die bisherige Struktur der Thüringer Grundschule, auf die sie noch bis vor kurzem selbst stolz gewesen war. Wenn die Pläne der Landesregierung Realität werden, verliert Thüringen eine bildungspolitische Errungenschaft mit Vorbildcharakter für die ganze Bundesrepublik. Das Thüringer Hort-Modell gilt bei Fachleuten als vorbildlich. Deshalb finde ich es unverständlich, wenn diese Thüringer Spezialität jetzt versalzen werden soll.
Die Übertragung der Horte an die Kommunen wird unseren ohnehin schon belasteten Kommunalhaushalt in Bedrängnis bringen. So weit wir sehen, ist die Finanzierung der Horte nämlich nicht dauerhaft gesichert. Deshalb darf sich das Land auch nicht aus der Verantwortung stehlen?, so Schröter.
Die SPD-Fraktion wird das Thema in die Sitzung des Stadtrates einbringen.