- ein Treffen mit Weitblick - Mögen ihre Städte auch in mancherlei Hinsicht verschieden sein, so eint die SPD-Mitglieder aus Gera und Jena doch der Wille die gemeinsame Region im Osten Thüringens voranzubringen. In diesem Sinne haben die SPD-Ortsvereine Jena-Mitte/West und Gera-Ost nun eine Partnerschaft geschlossen, um die Zusammenarbeit zu verstärken. ...
Ein intensiverer Austausch zwischen beiden Städten erscheint in vielerlei Hinsicht spannend: Mit der Wissenschaftsstadt Jena auf der einen und dem kulturell besonders starkem Gera auf der anderen Seite hat man zwei benachbarte Städte, deren Potentiale sich gegenseitig gut ergänzen. Aber auch mit Blick auf aktuelle Probleme haben die beiden Nachbarn teilweise mit zwei Seiten derselben Medaille zu kämpfen, so dass sich gemeinsame Anstrengungen lohnen würden. Ist es z.B. in Jena schwierig eine passende und günstige Wohnung zu finden, so gibt es im nicht allzu weit entfernten Gera ein großes Angebot an hochwertigem und bezahlbaren Wohnraum. Um die Probleme entschlossen angehen zu können, wird es im kommenden Jahr natürlich wichtig werden, die anstehenden Oberbürgermeisterwahlen für die SPD zu gewinnen. Daher wollen die beide Ortsverbände auch im Wahlkampf eng zusammenstehen und sich gegenseitig unterstützen. Am 5. November haben die beiden Ortsvereine der SPD nun die Zusammenarbeit mit einem „Kennenlernen“ eingeläutet, für das sich die Jenaer Genossen auf den Weg zu ihren Freunden nach Gera gemacht haben, um dort gemeinsam die „Neue Landschaft Ronneburg“ zu besichtigen. Dieses Gelände, das durch den jahrzentelangen Uranabbau der „SDAG Wismut“ schwer geschunden war, wurde mit großen Mühen renaturiert und konnte 2007 die Bundesgartenschau beheimaten. Die spitzen Abraumhalden, die früher von der Autobahn her gut zu sehen waren, sind verschwunden. Stattdessen ist ein neuer Berg am Ort des nun verfüllten Tagebaues entstanden, auf dessen Spitze sich ein weiter Blick bis zum Kickelhahn bei Ilmenau oder zum Völkerschlachtdenkmal bei Leipzig eröffnet. An diese Besichtigung schloß sich ein gemeinsames Essen in einer nahegelegenen Gaststätte an, bei dem sich die Gelegenheit bot mit einem Staatssektretär des Kultusministeriums, Prof. Dr. Thomas Deufel, über die Bildungs- und Kulturlandschaft Ostthüringen zu diskutieren. Fortgesetzt wurde der gemeinsame Tag dann mit einer Führung entlang der ehemaligen "Wismut“-Wohngebiete, die eine Idee geben, welche Bedeutung der Bergbau für die Stadt einmal gehabt hatte. Der Weg führte weiter durch ein Geraer Villenviertel, den Ortsteil Untermhaus, den Hofwiesenpark und die Orangerie und wurde am Großen Haus des Theaters beendet. Dort nahmen die Jenaer SPD-Mitglieder schließlich beeindruckt Abschied von Gera und ihren neuen Freunden.