Sieben Dörfer kamen 94 als Ortsteile zu Weimar. Mit der Einführung von Ortschaftsverfassungen sollte die Identität dieser bis dato eigenständigen Gemeinden bewahrt werden. Aus heutiger Sicht ist dies weitestgehend gelungen.
Unter ähnlicher Zielstellung folgten als Stadtteile Weimar-Nord, Weimar-West und Schöndorf.
Seither können die Einwohner all dieser Ortsteile stärker im lokalen Geschehen mitwirken und ihre alltäglichen Erfahrungen und Ideen besser einbringen.
Weil dicht am Geschehen, leisten besonders die ehrenamtlichen Ortschaftsräte und die OrtsbürgermeisterInnen einen unverzicht-baren Beitrag für das Gemeinwesen.
Weite Teile unserer Stadt verfügen aber bisher über vergleichbare Strukturen nicht. Dabei sind die Alltagskonflikte hier nicht unbedingt geringer, im Gegenteil. In den Vierteln der Kernstadt stehen gesamtstädtische Interessen stärker im Vordergrund. Zum Beispiel rückt die Diskussion um ein neues Museum oder um touristische Belange die alltäglichen Bedürfnisse unmittelbar betroffener Anwohner oft zu Unrecht in den Hintergrund. Alltagsbelange wie der Zustand von Fußwegen, die Schulwegsicherheit oder Nahverkehrsanbindung - um wenige zu nennen - sind aber die gleichen Themen wie in den Ortsteilen, nur in der Kernstadt aus o.g. Gründen schwieriger zu lösen und darüber hinaus nicht so leicht zu vermitteln.
Hier möchte die SPD – Fraktion ansetzen:
Wie kann in den innerstädtischen Stadtteilen mehr Mitwirkung der Menschen erreicht und
damit ein besseres demokratischeres Zusammenleben in Weimar geleistet werden? Wir meinen, ein Versuch wäre es wert.
Für die Fraktion: Dr. Friedrich Folger