„Wenn eine Vertreterin des Schulamts feststellt, dass Gera ein schwarzer Fleck auf der Thüringenkarte beim Thema staatliche Gemeinschaftsschulen ist, dann ist das bedenklich. Wir begrüßen ausdrücklich die Motivation der Ostschule, eine Gemeinschaftsschule zu werden“, sagte SPD-Fraktionsmitglied Melanie Siebelist.
Die SPD-Fraktion wolle auch andere Eltern ermutigen, ihre Einflussmöglichkeiten zu nutzen. Diese könnten beispielsweise bei Schulkonferenzen die Bildung einer Gemeinschaftsschule einfordern. „Vor dem Hintergrund fehlender Investitionen und neuen Anforderungen sind nicht alle Schulleiter und Lehrer von den damit verbundenen Veränderungen begeistert. Wir glauben trotzdem, dass das Modell der Gemeinschaftsschule für viele Kinder Vorteile mit sich bringt.“
Ihr Fraktionskollege Uwe Rüdiger sieht aktuell die Chancen größer denn je, dass an vielen Geraer Schulen endlich bessere Lernbedingungen geschaffen werden. „Dank zahlreicher Investitionsprogramme von Bund und Land konnte die Verwaltung um Frau Baumgartner am 7. Dezember einen detaillierten Plan vorlegen“, so Rüdiger. „Dieser schafft Tatsachen und lässt hoffen, dass das Rutheneum, die Ostschule, das Liebegymnasium, und auch weitere Schulen in den nächsten Jahren teilweise saniert sein könnten.“ Die Chancen seien groß, dass bei einer Sanierung der Ostschule diese sich zu einer Thüringer Gemeinschaftsschule Klasse 1-10 umwandelt.
„Von einem neuen Schulbauprogramm der Oberbürgermeisterin konnten wir bisher nichts entdecken. Sie hatte angekündigt , dieses binnen 100 Tagen nach Amtsantritt vorzulegen. Dank der neuen Landesregierung, dem unermüdlichen Einsatz vieler Stadträte, aber auch der Schulen und der Verwaltung mit der neuen Baudezernentin Frau Baumgartner, konnte und werden nun einige Schulbaumaßnahmen mit höchster Priorität vorangetrieben", so der Pirat und Mitglied der SPD-Fraktion Uwe Rüdiger.