v.l.: J. Casparius, OB M. Doht, Dr. K. Fandrey, Ministerin H. Taubert
Lang und beschwerlich war der Weg, bis am 19. Juni 1955 das Eisenacher Wartburgstadion durch den Meister des Sports, Handballer Werner Aßmann, unter dem Jubel von 15.000 Zuschauern festlich eingeweiht wurde.
Lang und beschwerlich war der Weg in den letzten 15 Jahren, bis die dringend notwendige Sanierung der Sportanlagen im Eisenacher Wartburgstadion vollzogen werden konnten. Am Montag, 22. November 2010 war es soweit. Oberbürgermeister Matthias Doht (SPD) gab die sanierten Sportanlagen im Beisein von Thüringens Ministerin für Soziales, Familie und Gesundheit Heike Taubert, dem Hauptgeschäftsführer des Landessportbundes Rolf Beilschmidt, den Landtagsabgeordneten Sabine Doht und Heike Gentzel, dem Präsidenten des Kreissportbundes Eisenach Dr. Claus Fandrey, Vertretern nahezu aller Fraktionen des Eisenacher Stadtrates und zahlreicher Sportlern, vor allem Leichtathleten, frei.
„Das Konjunkturpaket der alten, der CDU/SPD-Bundesregierung hat es möglich gemacht, wobei Frank-Walter Steinmeier dabei federführend war“, betonte Eisenachs Stadtoberhaupt Matthias Doht. Die Klänge des Fanfarenzuges der Wartburgstadt kündeten von dem Ereignis.
Peter Grüneberg, der engagierte Eisenacher Leichtathletik-Trainer, freute sich, dass seinem Nicht-Locker-Lassen nun endlich Erfolg beschieden wurde. Die museumsreife Aschenbahn (aus der Zeit des Stadionbaus!) ist weg. Otto Thees, bei der Stadioneröffnung vor 55 Jahren im Fußballtor, auch mit über 80 Jahren noch immer hautnah am Sportgeschehen und natürlich bei der Freigabe nach der Sanierung vor Ort, strahlte über das ganze Gesicht. „Eine ganz wichtige Investition in den Schul- und Vereinssport, für die Sportler aller Altersklassen“, betonte der Sportfan. Auch Karsten Wöhler, der Geschäftsführer der ThSV-Marketing GmbH freute sich über die gelungene Sanierung. Dabei ist dem Bauplanungsbüro Casparius Consulting & Managment aus Erfurt Erfurt ein Kunststück gelungen, mit den eigentlich nur für ein C-Stadion vorgesehenen Mittel eine B-Anlage zu schaffen. Ministerin Heike Taubert richtete einen Appell an die Eisenacher, mit den neuen Sportanlagen pfleglichst umzugehen.
Mit dem Umbau, der im Mai 2010 begonnen hat, entstanden sechs 400-Meter-Rundumlauf-Bahnen sowie die Kurzstreckenbahnen (100 Meter Sprint und 110 Meter Hürden), zwei Hochsprunganlagen, eine Kugelstoßanlage sowie weitere Anlagen für den Schul-, Vereins- und Freizeitsport neu. Es wurde eine automatische Beregnungsanlage für die Sportrasenflächen installiert. Zudem ist eine Speer- und Hammerwurfanlage baulich vorbereitet. Für die Sportrasenflächen ist das Gras bereits gesät. Sie werden jedoch erst im Frühjahr 2011 wieder nutzbar sein. Auch die zuletzt so erfolgreich in Meisterschaft und Pokal auftrumpfenden Fußballer der SG FCW/Lok Eisenach müssen sich noch ein wenig gedulden. Die Kosten für die Umbau- und Sanierungarbeiten sind mit 650.000 Euro veranschlagt. Die Förderung über das Konjunkturpaket II beträgt 487.500 Euro sowie eine Bedarfszuweisung in Höhe von 130.000 Euro. Der Eigenanteil der Stadt liegt bei 32.500 Euro. „Mit ganz wenig Eigenanteil haben wir ganz, ganz viel erreicht“, freute sich Matthias Doht über den Lohn der beharrlichen Bemühungen. Bauausführend war SK Sport- und Freizeitanlagenbau GmbH aus Hermsdorf.
Th. Levknecht