Die Preisträger der Thüringer Rose 2010 mit Heike Taubert Preis erinnert an das Wirken der Heilige Elisabeth
Thüringens Sozialministerin Heike Taubert (SPD) ehrte in diesem Jahr traditionell zum Tag der heiligen Elisabeth, dem 19.November 15 Frauen und Männer für ihr ehrenamtliches Engagement mit der "Thüringer Rose".
Die Geehrten engagieren sich ehrenamtlich sich in selbstloser Weise für hilfsbedürftige Menschen, ohne viel Aufhebens davon zu machen, erklärte Taubert.
Sie betreuten alte, kranke und behinderte Menschen, pflegten Familienangehörige, engagierten sich in einer Selbsthilfegruppe oder einer Kirchengemeinde.
Die "Thüringer Rose" wird seit 18 Jahren vom Thüringer Sozialministerium an Ehrenamtliche vergeben.
Der Freistaat Thüringen erinnert damit an die Heilige Elisabeth von Thüringen, die als Landgrafengattin auf der Wartburg gelebt und sich um arme und kranke Menschen gekümmert hatte.
Heike Taubert ging in ihrer sehr beeindruckenden Rede auf das unterschiedliche Engagement der in diesem Jahr mit der Thüringer Rose Geehrten ein.
Die Ministerin erinnerte an das der Ehrung zu Grunde liegende Rosenwunder, und stellte den Bezug zum Thema Barmherzigkeit hervorgehoben dar.
Mit der Auszeichnung werden Menschen bedacht, welche Gutes im Verborgenen an ihren Nächsten tun, ganz im Sinne der Barmherzigkeit.
Barmherzigkeit, so die Ministerin weiter, sei ein Begriff aus der Vergangenheit, doch trotz der festen Verankerung des Sozialstaates im politischen System kommt die Gesellschaft auch heute nicht ohne Barmherzigkeit aus.
Ohne Barmherzigkeit geht eine entscheidende Grundlage für die Sozialgesetzgebung verloren. Ohne sie werden neue Notlagen überhaupt nicht entdeckt.
Auch wenn das soziale Netz die größte Not auffängt, gibt es viele, die durch dessen Maschen fallen. Nur die behördlich erfassten Fälle sind in die staatliche und kommunale Sozialhilfe eingebunden.
Daher muss Barmherzigkeit eine neue Dimension der Wahrnehmung anregen und erfahren. Barmherzigkeit ist der Quellgrund der sozialen Gerechtigkeit.
Die Preisträger haben sich in unterschiedlicher Weise in Barmherzigkeit hervorgetan. Andere sind darauf aufmerksam geworden und haben die Preisträger vorgeschlagen, hob die Ministerin weiter hervor.
Vor der Übergabe der Thüringer Rose an die Preisträger stellte Heike Taubert jeden persönlich mit ihrem Wirken vor.
Sehr erfreulich ist, dass dieser Veranstaltung auf der Wartburg viele Bürger und Repräsentanten des öffentlichen Lebens beiwohnten, darunter auch einige Landräte.
Es ist schade, dass der Landrat oder ein Vertreter des Landkreises nicht anwesend war, welcher die Wartburg im Namen führt.