Pressegespräch mit unserem Kreisvorsitzenden

Veröffentlicht am 20.08.2007 in Allgemein
Kurt Beck besucht Tivoli im nächsten Jahr


GOTHA (vd). Auf seiner Sommerreise durch Thüringen umkreiste Kurt Beck Gotha - die Wiege der Sozialdemokratie. Zwei Tage war der SPD-Chef Gast im Freistaat, besuchte unter anderem Eisenach und den Unstrut-Hainich-Kreis. 

Warum machte er keinen Abstecher nach Gotha ins Tivoli - im Mai 1875 Gründungsstätte der Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands (ab 1890 SPD)? Immerhin stehen Willy Brandt, Gerhard Schröder und Björn Engholm schon im Gästebuch des Tivoli. "Wir bekommen Kurt Beck nächstes Jahr", kann Jörg Reichenbach, der SPD-Kreisvorsitzende, beschwichtigen. Er verweist darauf, dass erst in diesem Jahr Generalsekretär Hubertus Heil Gast in Gotha war. Warum die Sommerreise den Parteichef nicht in die Kreisstadt führte, kann er zwar nicht erklären, weil die Termine Sache der Landes-SPD waren, aber Reichenbach sieht es gelassen. Er und die meisten SPD-Bürgermeister und Abgeordneten trafen Kurt Beck auf der Wartburg. Auch zu der Wanderung über den Baumkronenpfad sei er eingeladen gewesen, habe aber aus dienstlichen Gründen nicht teilgenommen.
Im Jahr 2008 wird im Gothaer Tivoli eine Ausstellung zu Friedrich Ebert
gezeigt. "Kurt Beck wird sie sich anschauen und dann auch etwas länger als nur eine halbe Stunde in Gotha bleiben, das habe ich mit ihm abgesprochen", so Jörg Reichenbach. Übrigens sei Beck vor mehr als zehn Jahren und damit noch vor seiner Zeit als Ministerpräsident in Rheinland-Pfalz in Gotha gewesen, Anlass war der Wahlkampf des Landtagsabgeordneten Werner Pidde. Weniger um Partei-Promis an der Basis als um handfeste Unterstützung beim Erhalt des Tivoli und um eine würdige Gedenkstätte geht es den Mitgliedern des Tivoli-Fördervereins. In diesem Punkt zeigt sich die Bundes- SPD viel zu wenig interessiert an Gotha. Der Ehemann von Inge Wettig-Danielmeier, der Schatzmeisterin der Sozialdemokraten, schaute sich kürzlich das Tivoli an, gab aber keine Auskunft über finanzielle Unterstützung. Die braucht die Gedenkstätte aber dringend. Der Förderverein kann nicht einmal die Vitrinen, in denen Ausstellungsstücke gezeigt werden, bezahlen. Die derzeit benutzt werden, sind aus dem Regionalgeschichtsmuseum geborgt. Die Tische im Seminarraum stammen aus DDR-Zeiten, die Stühle sind aussortierte aus Gothas Partnerstadt Salzgitter.
Thüringer Allgemeine vom 18.08.2007- Interview mit Jörg Reichenbach unserem Kreisvorsitzenden
 
 

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