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Votum für Krauser
Vize-Landrat im ersten Wahlgang bestätigt/ SPD verlässt nach Wortbruch
aufgewühlt den Kreistagssaal
Es kam, wie es vorherzusehen war. Die Mehrheit der CDU stimmte gestern gegen
die einst getroffene Absprache, Matthias Kehr (SPD) zu unterstützen. Damit
bleibt Friedrich Krauser (CDU) für die nächsten sechs Jahre Vize-Landrat.
Das Porzellan ist zerdeppert. Das Wahlergebnis von 25 Stimmen für Krauser,
zwölf für Kehr, neun für den dritten Mitbewerber Matthias Ernst aus
Hohenroda und zwei für Dr. Paul-Gerhard Mast sorgte nicht nur für Applaus
aus vielen Fraktionsecken, sondern auch bei den acht SPD-lern für das
demonstrative Verlassen des Sitzungssaales. Damit ist die Zusammenarbeit
zwischen SPD und CDU beendet, sagte Matthias Kehr.
Die 25. Stimme reichte. Eine Stichwahl war nicht nötig, weil der Amtsinhaber die absolute Mehrheit aller gültigen 48 Stimmen auf sich vereinigen konnte.
Friedrich Krauser (CDU) bedankte sich bei allen, die ihn gewählt haben. Er
erinnerte daran, dass er die Gesetze des Freistaates in seiner fast
40-jährigen Tätigkeit kennt. Die Regelungen hätten ihn zur Wiederkandidatur
verpflichtet. Gleichzeitig bestätigte Krauser ( öffentlich im Saal ( auf
Nachfrage des SPD-Abgeordneten Ulrich Weldner, dass die CDU-Spitze nicht mit ihm gesprochen hat, ob er wieder antreten will. Krauser sagte weiter, dass er nie geäußert habe, mit dem früheren Landrat Martin Kaspari (CDU) gehen zu wollen. Ulrich Weldner hatte zuvor eine Erklärung abgegeben. Die CDU selbst hat ein Problem, nicht die SPD mit der CDU, so ein aufgewühlter Weldner. Und spielte darauf an, dass es bis vor wenigen Wochen als sicher galt, dass die CDU den SPD-Fraktionschef Matthias Kehr unterstützt. Dafür hatte die SPD einst die Wahl der Kreisbeigeordneten Claudia Döring (CDU) gesichert. Wir fühlen uns vom Partner betrogen, konstatierte Weldner. Günther Pohl (SPD), lange Jahre Landtagsabgeordneter und Kreistagsmitglied, sagte, er habe so etwas in seiner parlamentarischen Arbeit noch nie erlebt. Wenn ich Vertrauen erwarte, muss ich es auch erbringen, so Pohl. Ich bin richtig von der Rolle.
SPD-Fraktionschef Matthias Kehr äußerte sein Unverständnis. Die Vereinbarung hat bis jetzt gut funktioniert. Landrat Reinhard Krebs habe selbst anfangs seine Kandidatur unterstützt. Dieser gab gestern im Kreistag jedoch eine Empfehlung für Krauser. Kehr bezweifelte gestern, dass eine schriftliche Vereinbarung mit der CDU über die getroffenen Absprachen eingehalten worden wäre. Pohl forderte personelle Konsequenzen bei der CDU. Welche Rolle hat der Kreisvorsitzende Baldus gespielt? SPD-Fraktionschef Matthias Kehr gratulierte Krauser und betonte im Zwiegespräch, dass dieser selbst von seinen eigenen CDU- Leuten in Frage gestellt worden sei. Krauser wollte sich dazu nicht äußern. Alle Bewerber seien in der Lage gewesen, die Aufgaben zu erfüllen, erklärte er.
Gerald Pietsch, CDU-Fraktionschef, räumte gestern Abend ein gewisses
Verständnis für die SPD ein. Das Nichteinhalten der Absprache sei
unglücklich. Es habe bei der Abstimmung keinen Fraktionszwang gegeben, so
Pietsch. Das Ergebnis werde sicher im Nachhinein diskutiert. Er stehe auch
Personaldiskussionen offen gegenüber. Sofortige Konsequenzen gebe es nicht.
Nicht aufgestellt war Mitbewerber Uwe Katzenberger. Er hatte die Bewerbung
zurückgezogen.
PROTEST: Die SPD-Fraktion verließ nach der Wahl geschlossen den
Sitzungssaal.
Von Katja SCHMIDBERGER TA Eisenach 07.09.06
Homepage SPD Wartburgkreis
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