Gerhard Botz: Eintreten gegen die Haushaltssperre hat sich gelohnt. Gestern hob der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages die Haushaltssperre für Eingliederungsmittel auf.
Zur Entscheidung des Haushaltsausschusses, 230 Millionen ¤ an Eingliederungsmitteln für Arbeitslosengeld II ? Empfänger freizugeben, erklärt der Bundestagsabgeordnete Gerhard Botz:
?Es hat sich gelohnt, gegen die Haushaltssperre einzutreten. Durch das ursprüngliche Vorhaben, 1,1 Milliarden ¤ an Eingliederungsmitteln zurückzuhalten und nicht an die ARGEn und Optionskommunen weiterzugeben, war die aktive Arbeitsmarktpolitik für Langzeitarbeitslose stark gefährdet. Gerade Ausbildungsprogramme waren bei vielen Trägern auch in den Landkreisen Saale-Orla, Sonneberg und Saalfeld-Rudolstadt nicht mehr durchführbar, wovon ich mich in den Gesprächen vor Ort überzeugen konnte.
Ich begrüße die heutige Entscheidung der Bundesregierung und des Haushaltsausschusses ausdrücklich. Mit den 230 Millionen, die entsperrt wurden und den zuvor umverteilten 117 Millionen steht nun die aktive Arbeitsmarktpolitik für ALG II ? Empfängern auf einer sicheren Basis für dieses Jahr. Das müssen wir auch in Zukunft garantieren. Bei den Beratungen zum Haushalt 2007 muss eine solche Haushaltssperre ausgeschlossen werden. Denn aktive Arbeitsmarktpolitik ist eine Investition in die Zukunft.?