Die Sozialdemokratin Dorothea Marx aus Sondershausen wurde auf der Delegiertenkonferenz der Thüringer SPD-Frauen am vergangenen Freitag in Erfurt zur stellvertretenden Landesvorsitzenden der SPD-Frauen gewählt. Vorsitzende wurde Dr. Cornelia Klisch aus Erfurt
Die SPD-Kreisvorsitzende Cornelia Kraffzick, die bereits seit dem letzten Jahr Landesschatzmeisterin der Thüringer SPD ist, begrüßte, dass hiermit erneut die Stärke der örtlichen SPD gewürdigt worden sei. Die Kyffhäuser-SPD verfüge im Landesvergleich mit den anderen Thüringer Kreisverbänden über den größten Frauenanteil bei ihren Mitgliedern. Ohne die Frauen gehe damit „nichts“.
Bei der Landeskonferenz wurde daran erinnert, dass es die SPD gewesen ist, die vor 90 Jahren das Frauenwahlrecht durchgesetzt habe. Kritisiert wurde, dass unter der derzeitigen Landesregierung dass Lohngefälle zwischen Männern und Frauen massiv angestiegen sei.
Die – fehlgeschlagene – Strategie der Regierungen Vogel und Althaus, Thüringen als Billiglohnland wettbewerbsfähig zu machen, habe vor allem Frauen in unterbezahlte Beschäftigungsverhältnisse abgedrängt und dazu geführt, dass immer mehr junge Frauen aus Thüringen abwandern.
Die SPD-Forderung nach einem gesetzlichen Mindestlohn sei daher gerade auch für Thüringens Frauen wichtig. Dorothea Marx will sich zudem auf der Landesebene dafür einsetzen, dass die Frauen-, Familien- und Sozialpolitik wieder ins Zentrum der Politik zurückgeholt und dauerhaft abgesichert werde. Die „Wohltätigkeitsecke mit zeitlich und regional begrenzter Almosenverteilung“ in der die derzeitige Landesregierung, etwa durch die neu gegründete Stiftung Familiensinn, diese wichtigen Felder zunehmend abdränge, reiche nicht aus, um Frauen und Familien in Thüringen eine attraktive und sichere Zukunftsperspektive zu bieten.