Der SPD-Landtagsabgeordnete Wolfgang Lemb bedauert die Entscheidung von Oberbürgermeisterin Viola Hahn, das „Projekt Kunsthaus“ in Gera aufzugeben. „Das Kunsthaus war bereits in den letzten Jahren eine Bereicherung für unsere Stadt, obwohl es noch nicht umgebaut und offiziell eröffnet war. Norbert Vornehm hat die Pläne des Stadtrates konsequent umgesetzt und eine Reihe von bekannten Persönlichkeiten für das Projekt gewonnen.“, so der Abgeordnete.
Das Kunsthaus war die Chance für Gera konsequent das Thema Kunst zu besetzen. Sinnvoll sei dies nicht zuletzt wegen der weltweit bekannten Persönlichkeit des Malers Otto Dix.
„In den vergangenen Jahren rückte die Kunst in unserer Stadt stark in den Mittelpunkt, junge Künstler wurden angezogen. Das Kunsthaus steht symbolisch für diesen Kurs, der mit dem Verkauf unumkehrbar verlassen wird.“, so Lemb.
Der Geraer Abgeordnete bedauert diesen Kurswechsel. „Wenn wir Gera wieder voranbringen wollen, brauchen wir eine stärkere überregionale Bedeutung. Dies gilt für die Kunst im engeren Sinne, gilt aber vor allem für die wirtschaftliche Entwicklung in Gera. Insbesondere diesem Ziel diente die Konzeption eines Kunsthauses in Gera, welches die Stadt international bekannter machen sollte“, so Lemb.
Natürlich seien die Schwierigkeiten in der Finanzierungsfrage bekannt, da Lemb selbst an einer Reihe von Gesprächen auf der Landesebene beteiligt war. Genau daraus sei ja – in Verbindung mit den Diskussionen zum Schulbauprogramm – die Konzeption entwickelt worden mit privaten Sponsoren eine Realisierungschance zu entwickeln.
Sinnvolle Projekte, nur weil sie schwierig in der Realisierung sind aufzugeben, ist keine gute Politik für die Weiterentwicklung der Stadt, kritisiert der Geraer Abgeordnete die Entscheidung der Oberbürgermeisterin abschließend.