Klarheit über den weiteren Umgang des Landes mit der
Einstellungsteilzeit an Thüringer Schulen fordert Hans-Jürgen Döring,
bildungspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion.
Döring bezieht
sich auf widersprüchliche Aussagen des Kultusministeriums, ob der
geplante Wechsel zur Vollzeitbeschäftigung sämtliche verbeamteten und in
Teilzeit arbeitenden Lehrer betrifft oder nicht. In einer
Pressemitteilung des Kultusministeriums sei zunächst davon die Rede
gewesen, lediglich jene 3000 Lehrer, die gegen ihre
Teilzeitbeschäftigung Widerspruch eingelegt hatten, würden die
Neuregelung nutzen können. Später habe dann der Ministeriumssprecher
verkündet, es ginge doch um alle rund 10000 verbeamteten und in Teilzeit
arbeitenden Lehrer. „Der Kultusminister muss endlich sagen, was er nun
will. Sonst erzeugt er weitere Rechtsunsicherheit bei den Betroffenen
und sorgt für noch mehr Unruhe an den Schulen“, sagt Döring.
Für den Bildungsexperten steht außer Frage, dass alle von der Teilzeit
betroffenen verbeamteten Lehrer ein Angebot zur Vollzeitbeschäftigung
erhalten müssen. „Wenn das Kultusministerium hier zu keiner Gesamtlösung
kommt, sehe ich schon die nächste Klagewelle anrollen“, prophezeit
Döring. Er setzt sich zudem dafür ein, auch den in Teilzeit
arbeitenden angestellten Lehrern Möglichkeiten zur Vollzeitbeschäftigung
zu eröffnen. „Alles andere wird nur zu Auseinandersetzungen innerhalb
der Lehrerkollegien über die scheinbare Privilegierung bestimmter
Beschäftigungsmodelle führen“, ist sich der Bildungspolitiker
sicher. Um die von ihm geforderte Klärung der im Hinblick auf die
Einstellungsteilzeit noch offenen Fragen zu erreichen, wird die
SPD-Fraktion das Thema auf die Tagesordnung der nächsten
Bildungsausschuss-Sitzung bringen.