Ein Konzept, wie das Hortangebot in Thüringen auch künftig abgesichert werden kann, fordert Hans-Jürgen Döring vom Thüringer Kultusministerium.
Hunderte Erzieherinnen vor Entlassung
Eine entsprechende parlamentarische Anfrage für die nächste Plenarsitzung sei bereits auf den Weg gebracht, sagte Döring.
*Die Untätigkeit der Landesregierung bringt in Thüringen die Grundschulhorte in Not, denn hunderte Horterzieherinnen stehen vor der Entlassung“, warnt Hans-Jürgen Döring, bildungspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion. *Nach dem Munoz-Bericht sind die Mängel des deutschen Schulwesens noch offensichtlicher. Aber anstatt auf die Forderung nach mehr Ganztagsangeboten zu reagieren, verschlechtert die CDU-Landesregierung das Hortangebot an den Grundschulen“, kritisiert Döring.
Döring wendet sich gegen die Pläne der Landesregierung, befristete Stellen von Horterziehern in Zukunft einfach auslaufen zu lassen. Nach Angaben der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft sind davon rund 30 Prozent der Erzieherinnen betroffen. *Das Vorhaben der Landesregierung, mit dem Auslaufen der Stellen die Horte personell auszuzehren, widerspricht eindeutig der derzeitigen Rechtslage“, sagt der Bildungspolitiker. Nach § 2 des Thüringer Schulfinanzierungsgesetzes müsse das Land den Personalaufwand für die Horterzieher tragen und die entsprechenden Stellen absichern, um so auch den gesetzlichen Rechtsanspruch auf einen Hortplatz zu gewährleisten.