Die Große Koalition will Kindern ein gesundes Aufwachsen ermöglichen, sie vor Gefährdungen schützen und Risikofamilien staatliche Hilfen anbieten.
In einem gemeinsamen Antrag fordern SPD und Union die Regierung auf, den Nationalen Aktionsplan "Für ein kindergerechtes Deutschland 2005 bis 2010" und den Artikel 24 der UN-Kinderrechtskonvention zügig umzusetzen. Des Weiteren besteht die Forderung nach Entwicklung sozialer "Frühwarnsysteme".
Familien "in besonderen Belastungssituationen" sollen Hilfe zur "Stärkung der Elternkompetenz" erhalten. Die Fraktionen der SPD und Union betonen, Staat und Gesellschaft müssen ihre Aufmerksamkeit für das Aufwachsen von Kindern "deutlich steigern" und dabei gerade die Kinder einbeziehen, die "unter ungünstigen Bedingungen aufwachsen". Insbesondere sie müssen vor Gewalt, Vernachlässigung und Misshandlung geschützt werden.
Dafür muss die Regierung auch Maßnahmen prüfen, die die Teilnahme an Früherkennungsuntersuchungen verbessern, und inwieweit ein Austausch relevanter Daten zwischen den beteiligten Akteuren - etwa Kinderärzte, Kindergärten, Schulen, Jugendamt und Staatsanwaltschaft - ermöglicht oder erleichtert werden kann.
Der Antrag (Drucksache 16/4604) ist
hier in voller Länge abrufbar.