Kegelbrücke dicht – Verkehr läuft dennoch!

Veröffentlicht am 13.06.2007 in Umwelt & Energie

Der stellvertretende Kreisvorsitzende der Weimarer SPD sieht in der Debatte um den drohenden Verkehrsinfarkt der Innenstadt durch die Sperrung der Kegelbrücke nicht mehr als das „Gejammer der üblichen Verdächtigen“.

Goehteplatz 9b, Eingang über Rollplatz. Hier befinden sich die Räumlichkeiten der Weimarer SPD im so genannten Parteienhaus. Mitten in jener Region also, die, so zumindest die öffentliche Debatte, durch die Sperrung der Kegelbrücke nun zur innerstädtischen Hauptverkehrsachse genötigt wird. Wirklich? „Bislang haben wir noch nichts vom angedrohten Verkehrsinfarkt in der Innenstadt mitbekommen“, so Sven Steinbrück, der stellvertretende Kreischef der lokalen SPD. „Wie meist, wird die öffentliche Debatte mit einem unnötigen Geschrei geführt.“, kommentiert Steinbrück das aktuelle Stimmengewirr um den Untergang der Innenstadt mit einem Lächeln, und ergänzt: „Ich glaube, machne Leute haben den Fehler gemacht, und im Vorfeld der Sperrung fälschlicherweise angenommen, dass es sich bei der Kegelbrücke um eine Straße mit dem Verkehrsaufkommen der Autobahn handelt.“
Hintergrund der Kritik ist die seit dem Montag (11. Juni) gesperrte Kegelbrücke, das so genannte Haupteinfallstor zur Innenstadt. Bedingt durch Sanierungsmaßnahmen wird die Brücke in den nächsten Monaten gesperrt und grundständig erneuert. Das führt zu Einschränkungen im Verkehrsfluss und bringt Umleitungen mit sich. Für manche Personen des öffentlichen Weimarer Lebens anscheinend eine nie geahnte Neuigkeit. Steinbrück empfiehlt jenen lauthals Schreienden die Rückerinnerung an den Bau des Tiefenarchivs auf dem Platz der Demokratie. Hier war über Jahre hinweg kein Durckommen mehr möglich. Für manchen Innenstadthändler mehr wie eine Zumutung, da doch die Belieferung der eigenen Geschäfte enorm erschwert wurde und die Innenstadt verkehrstechnisch in quasi zwei Teile gespalten wurde. Allerdings wurde hier, im Common Sense, die Maßnahme dennoch begrüßt.
Ganz anders erscheint die Sperrung der Kegelbrücke. Der Verkehrsinfarkt droht!, so wird uns weißgemacht. Wir sollten hier klar die Frage stellen, welchen direkten Sinn es gibt, in Hundertschaften mit den eigenen PKW’s in die Weimarer Innenstadt zu pilgern? Ist Weimar nicht als Stadt der kurzen Wege bekannt? Ist das Parkhaussystem um die Innenstadt nicht breit genug aufgestellt, so dass man, einmal aus dem Auto gefallen, binnen 5 Minuten an jedem Ort der Innenstadt füßläufig gelangt ist? Debattiert nicht auch der Stadtrat einen Aktionsplan zum Thema Feinstaub mit dem Ziel, den öffentlichen Nahverkehr und das Fahrrad attraktiver gegenüber dem PKW zu machen? Und zu guter letzt: Ist es tatsächlich eine Zumutung, wenn man zwei Minuten länger mit dem PKW braucht, um an einen Ort zu gelangen, an den man eigentlich überhaupt nicht mit dem PKW gelangen muss? „Die Debatte ist fadenscheinig“ fasst Steinbrück zusammen. „Hier geht es nicht um das Bürgerinteresse, sondern um die Bequemlichkeit einiger Damen und Herren. Nicht umsonst begegnet mir beinahe Tag für Tag der schwarze Mercedes eines Weimarer Stadtrates im Parkverbot, während der Halter auf dem Weg zur Post ist, um dort Briefe einzuwerfen.“ Aus Sicht Steinbrücks würde dieselben, die hier das Chaos prophezeien und die Anwohner vor vermeindlichen Strapazen schützen wollen, nicht seit Jahren die Wiederöffnung des Grabens fordern, was de facto wirklich zu mehr Verkehr in der Innenstadt führen würde. „Hier geht es um Eigeninteressen, wir sollten uns also kein X für ein U vormachen lassen. Die Sanierung der Brücke ist überfällig und ist im Rahmen der Stadtsanierung grundweg zu begrüßen. Einschränkungen sind für niemanden erfreulich, aber sie sind durchaus erträglich!“ erklärt Steinbrück abschließend.

 
 

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