In den letzten Jahren wurde von der Landesregierung für mehrere Projekte Geld verschleudert. Zu nennen sind da der Landtagsneubau, die nachträgliche Absenkung des Pflasters am Landtag, verursacht durch die unsinnige Bannmeile in der Straße eines Bürgerrechtlers. Die Spielbankmiete, obwohl das Haus nicht vorhanden ist. Die bereits absehbaren Fehlinvestitionen in Ryanair. Ein überteuertes Opernhaus, welches in seiner Planung verschiedenste Projekte in der Kulturlandschaft hat wegbrechen lassen und dauerhaft subventioniert werden muss, obwohl es nicht für alle Bevölkerungsschichten erschwinglich ist.
Demgegenüber stehen die aktuellen Kürzungen im Jugendbereich. Kleinere Jugendverbände sind besonders von den Kürzungen betroffen, obwohl sie eine qualitativ hochwertige Arbeit leisten. ?Die Thüringer Jusos zeigen kein Verständnis für die Kürzungen im Jugendbereich. Die Zukunft der in Verbänden aktiven Jugendlichen steht auf dem Spiel. Jugendliche können sich nicht mehr im demokratischen System eingliedern und sich einbringen. Damit öffnen wir dieses Feld für nichtdemokratische Vereinigungen.?, so Antje Fischer, Leiterin des Arbeitskreis Bildung bei den Thüringer Jusos und Stadträtin in Erfurt.
Die Wertpapiere vom Landesjugendring, deren Weitergabe bisher schleppend verläuft, ist eine Verklärung der Tatsachen. Politiker wie Dieter Althaus erklären sich damit bereit, einmal im Jahr ein Jugendprojekt zu besuchen. Die Jusos bezweifeln, dass damit eine Weiterführung der bisherigen Arbeiten möglich ist.