Nicht schlecht staunte die Verkäuferin von Süßigkeiten auf dem Münchenbernsdorfer Marktplatz. Grund hierfür war der Stand des SPD- Bundestagskandidaten Andreas Schumann, der gleich mit einem Aktionsbus samt einem ?Jungen Team? anreiste.
?Bürgernähe soll ein Markenzeichen von mir werden, wenn ich das Bundestagsmandat bekomme?, kündigte der Kandidat der SPD vor wenigen Wochen an. Mit zwei bis vier Ständen in unterschiedlichen Gemeinden an einem Tag arbeitet Andreas Schumann schon heute an der Umsetzung dieses Ziels.
Letzten Samstag war Münchenbernsdorf an der Reihe. Auf dem kleinen Marktplatz stand Andreas Schumann neben einer Hand voll Händler, verteilte Informationen und bot Gespräche an.
Unter den 34 gezählten Menschen, die den Markt an diesem Vormittag besuchten, waren nur acht die von den Zielen der CDU überzeugt waren und vier die PDS wählen wollen ? der Rest sprach von Sympathie zu sozialdemokratischen Vorhaben.
Eines hatten jedoch alle gemeinsam: Die Verwunderung, dass ein Bundestagskandidat den Weg nach Münchenbernsdorf gefunden hat.
Dunkel konnte sich eine Dame an einen Politiker erinnern, der im Jahr 1994 einen Stand auf dem Münchenbernsdorfer Markttag hatte.
Die Frage nach den Beweggründen auch in den abgeschiedensten Winkel unserer Regionen Wahlkampf zu betreiben, antwortete Andreas Schumann: ?Stände in den bevölkerungsreichen Städten wie Greiz und Altenburg macht doch jeder. Aber Bürgernähe bedeutet für mich, dass ich allen Bürgern zur Verfügung stehe ? Egal wie groß ihre Heimatstadt ist und egal ob nun 3400 Besucher auf dem Marktplatz stehen, oder wie hier in Münchenbernsdorf 34.?