Vor Ort informierte sich der Landtagsabgeordnete Dr. Werner Pidde (SPD) über die bisher geleistete Arbeit der Arbeitsgemeinschaft Grundsicherung für Arbeitssuchende (ARGE) in Gotha bei der Geschäftsführerin Kathrin Dziallas.
"Die SPD führt Ende April eine Konferenz zum Anlaufen von Hartz IV in Thüringen durch. Dort will ich Erfahrungen aus der Praxis einfließen lassen" begründet Pidde seinen Besuch,
Die ARGE besteht seit dem 1. Januar 2005 als Arbeitsgemeinschaft der Agentur für Arbeit und des Landkreises. "Wir sehen unsere Arbeit als Dienstleister in erster Linie darin, allen Bedürftigen auch die gesetzliche Unterstützung zu gewähren. Und da ziehen alle Mitarbeiter sehr gut mit", so Kathrin Dziallas.
"Neben einigen Anfangsschwierigkeiten, wie etwa bei längeren Wartezeiten, gibt es noch Probleme bei der gemeinsamen Nutzung des Intranets durch die kommunalen Mitarbeiter", erklärte die Geschäftsführerin, aber die Probleme werden Schritt für Schritt gelöst.
Kathrin Dziallas verwies darauf, dass durch die ARGE Gotha ca. 7.000 Bedarfsgemeinschaften mit über 10.000 Empfängern von Arbeitslosengeld II sowie über 3.000 Empfänger von Sozialgeld betreut werden. In vielen Notsituationen der Kunden, die besonders im Januar auftraten, wurde mit entsprechenden Bewilligungen über Barauszahlungen geholfen. "Wir können einschätzen, dass die Menschen, die bedürftig sind, auch ihr Geld erhalten haben", sagte die Geschäftsführerin.
Ein schwieriges Problem ist die Vermittlung in den ersten Arbeitsmarkt, weil es in Thüringen kaum offene Stellen in den Betrieben gibt. "Deshalb ist die Schaffung der Rahmenbedingungen für neue Arbeitsplätze ein Schwerpunkt unserer Arbeit im Landtag", so Dr. Pidde.
Umso wichtiger sind Arbeitsgelegenheiten, die so genannten 1-¤-Jobs. Gegenwärtig werden insgesamt 64 Maßnahmen für Arbeitsgelegenheiten mit 350 Personen durchgeführt. Die ersten Maßnahmen haben bereits im Februar begonnen. Mit den Arbeitslosen werden entsprechende Eingliederungsvereinbarungen abgeschlossen und dabei von beiden Seiten festgelegt, was zu leisten ist. Das eigene Engagement jedes Einzelnen ist dabei von großer Bedeutung. Einen genauen Überblick über die Strukturierung der betroffenen Bürger erhofft sich die ARGE nach dem ersten Halbjahr. Erst dann ist genau klar, welche Maßnahmen weiterhin gebraucht werden.
"Während es in anderen Landkreisen noch gewaltig klemmt, hat die ARGE Gotha einen erfolgreichen Start vollzogen", schätzt Dr. Pidde zum Abschluss seines Informationsbesuchs ein. Insgesamt zog Kathrin Dziallas eine positive erste Bilanz. Die ARGE hat den Wechsel vom bisherigen Leistungsbezug auf das Arbeitslosengeld II im Rahmen der Umsetzung von Hartz IV gemeistert.
Klaus Klein