
"Wir stehen für ein starkes Sextett und eine schlagkräftige Truppe, die die Wahl gewinnen will",
so präsentierte SPD-Kreisvorsitzender Jörg Reichenbach die Kandidaten für die bevorstehenden Landrats- und Bürgermeisterwahlen.

"Wir stehen für ein starkes Sextett und eine schlagkräftige Truppe, die die Wahl gewinnen will",
so präsentierte SPD-Kreisvorsitzender Jörg Reichenbach die Kandidaten für die bevorstehenden Landrats- und Bürgermeisterwahlen.
Während die Sozialdemokraten ihre Kandidaten für Gotha, Ohrdruf, Waltershausen, Tabarz und Friedrichroda bereits nominiert haben, steht die Entscheidung für das Bürgermeisteramt in Tambach-Dietharz noch aus. Reichenbach: Die Tambacher SPD wird einen Kandidaten stellen. Das soll bis Mitte März geschehen.
Für einen starken Landkreis will sich Landratskandidat Werner Pidde stark machen. Sein Ziel sei es, die Abwanderung junger Menschen zu stoppen und die Leistungsfähigkeit des Landkreises wieder herzustellen. Dies gelinge jedoch nur durch eine starke Kreisstadt und starke Gemeinden, ist sich Pidde sicher. "Denn daran krankt es seit 1990", sagt Pidde. Als künftiger Landrat wolle er sich dafür einsetzen, dass Industrie und Gewerbe, aber auch der Tourismus wieder in die richtigen Bahnen gelenkt werden. "Das ist unsere Zukunft", ist der SPD-Mann überzeugt. Für ihn sei wichtig, dass der Landkreis und die Stadt Gotha in allen Bereichen eng zusammenarbeiten. In seinem Wahlprogramm habe Pidde ein Sieben-Punkte-Programm aufgestellt, welches aktuelle Themen anspricht. Als großes Problem sieht Pidde den Schulnetzplan an, der von der Kreisverwaltung nicht konsequent fortgesetzt wird. Ebenfalls ungeklärt sei das ÖPNV-Konzept, insbesondere dabei der Schülerverkehr. Auch der Erhalt der Polizeidirektion sei für den Landkreis wichtig. "Es gehen bei einer Schließung nicht nur 120 Polizisten im Kreis verloren, sondern auch die Kaufkraft und die subjektive Sicherheit", meint Pidde.
An die erfolgreiche Arbeit seines Vorgängers Klaus Henniges will Thomas Klöppel in Friedrichroda anknüpfen. Klöppel habe sich viel vorgenommen. So will der SPD-Mann am bestehenden Prädikat "Luftkurort" für Friedrichroda weiterarbeiten. Des Weiteren soll das Gewerbegebiet am Stadtrand mit neuem Leben erfüllt werden. Thomas Klöppel wolle sich zudem dafür einsetzen, dass die Umgehungsstraße Steinforst gebaut wird. "Sie ist die Grundlage für den Tourismus im Ort", ist sich Klöppel sicher. Verbesserungswürdig sieht der Friedrichrodaer die Vereinsarbeit. Hier ist ein neues Konzept notwendig, das auch den Bau eines neuen Sportplatzes favorisiert. Dazu müsse die Stadt einen Partner, wie das Schulverwaltungsamt suchen, um das Ziel verwirklichen zu können, erklärt Thomas Klöppel. Für den neuen Sportplatz müsse ein Standort gefunden werden, der für Grund- und Regelschüler wie auch für Gymnasiasten ohne Probleme erreicht werden kann. Für die Zukunft sieht Klöppel eine enge Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden voraus.
Auf fünf Säulen hat Knut Kreuch seine Ziele als OB-Kandidat für die Stadt Gotha gestellt, die sich im Namenszug der Stadt widerspiegeln. So steht für Kreuch der Buchstabe "G" für Gemeinsamkeit, "O" für Offenheit nach Innen und Außen, "T" für Tradition, "H" für Heimat und "A" für Arbeit. Für Kreuch sei die Kandidatur für das Oberbürgermeisteramt eine lohnende Aufgabe, die es anzupacken gilt. Ablehnend steht Kreuch dem Zusammenschluss von Gotha, Waltershausen und Ohrdruf gegenüber. "Das wird es mit mir nicht geben", sagt Knut Kreuch. Dieser Vorschlag sei ohne das Votum der Bürger der drei Städte vorgenommen worden, so der Kommunalpolitiker.
An die gute Entwicklung, die die Stadt Ohrdruf in den vergangenen Jahren durchlaufen hat, will Helmut Marx anknüpfen und das bisher Erreichte fortsetzen. Sein Ziel ist es, Gebäude wie Schloss Ehrenstein, Bürgersaal und Goldberghalle, mit Leben zu erfüllen. Mit einbezogen werden sollen dabei die Bürger der Erfüllenden Gemeinde und die Vereine selbst. Ohrdruf soll wieder "sauber" werden, darunter verstehe Marx zum einen die Sauberkeit und Ordnung in der Stadt und zum anderen die drohende rechte Gewalt. Marx will den Jugendclub umbauen und die Jugendarbeit forcieren. Des Weiteren will er einen Bolz- und Spielplatz am Leichfeld errichten lassen und für die Belebung der Innenstadt sorgen. Den Bau eines Freibades sieht Marx erst für das Jahr 2009. Der Bedarf sei vorhanden, da das Bad in Wölfis vom Land nicht mehr gefördert wird.
Trotz finanzieller Sorgen hat sich Bürgermeister Matthias Klemm für seine Gemeinde Tabarz viel vorgenommen. Ziel sei es, die angestauten Schulden weiter abzubauen. Ein Tourismuskonzept will Tabarz gemeinsam mit Friedrichroda und Finsterbergen entwickeln. Auch wird über einen kommunalen Zusammenschluss nachgedacht, allerdings nicht mit Waltershausen, so Klemm. Vom Spindlerplatz bis zum Theodor-Neubauer-Park soll eine Ladenstraße entstehen, um die Innenstadt zu beleben. Schrittweise soll an der B 88 ein neues Gewerbegebiet erschlossen werden. Tourismus allein reicht für Tabarz nicht aus, sagt Klemm.
Waltershausen noch kinder- und familienfreundlicher zu gestalten, das hat Jörg Reichenbach in sein Wahlprogramm geschrieben. Um die Abwanderung zu stoppen, müssen Unternehmen gefördert, Gewerbeflächen offensiv vermarktet und Kontakte zu Investoren hergestellt werden, sagt Reichenbach. Die Puppenstadt habe viel zu bieten, doch nur wenige wissen das. Deshalb sei seiner Meinung nach, ein umfassendes Stadtmarketing nötig.
TLZ vom 16.02.2006
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