Auf der Sitzung des StuRa am 16.02.06 wurde der HoPo-Referent Mike Niederstrasser nicht bestätigt. Damit wird der StuRa beweglicher und eine stärkere Interessenvertretung.
Mike Niederstrasser verfügt über eine beachtliche Sachkompetenz in seinem ehemaligen Ressort. Doch wurde diese Sachkompetenz für eigenwillige und eigennützige Intentionen ausgenutzt. Er hatte sich zunehmend zu einer machtpolitischen Institution entwickelt und den StuRa mit Verfahrensfragen unbeweglich und uneffektiv gemacht. Satzungs- und Aufwandsentschädigungsdiskussionen wurden vom HoPo-Referat maßgeblich angefacht. Dieses "In-sich-Gekehrtsein" ist für den StuRa in der derzeitig hochschulpolitisch brisanten Lage absolut schädlich. Themen wie Modularisierung und Wohnungsnot wurden vom StuRa verschlafen. Es ist nicht so, dass das HoPo-Referat sich nicht mit diesen Themen auseinandergesetzt hätte, doch hat Mike Niederstrasser sie nicht wirksam in das Gremium eingebracht, geschweige denn einen öffentlichen Diskurs in der Studierendenschaft angeregt. Es liegt mit in der Verantwortung von Mike Niederstrasser das der StuRa selbstreflexiv geworden ist und seine Interessenvertretungsfunktion verloren hat.
Die Juso-HSG will die Studierendenschaft mitnehmen im Kampf gegen Studiengebühren und die Novellierung des ThürHG, das u.a. durch die Neuschaffung eines Hochschulrates zur Entdemokratisierung der universitären Selbstverwaltung führen soll. Die Juso-HSG will den StuRa zu einer starken Interessenvertretung machen. Wenn wir das nicht schaffen, haben wir es nicht verdient im StuRa zu sitzen!