Die Bekämpfung des illegalen Holzeinschlags und des damit verbundenen Handels werden seitens der Bundesregierung und der Großen Koalition äußerst ernst genommen. Wenn Wälder illegal abgeholzt werden und ihre Funktionsweise dauerhaft geschädigt wird, betreffen die Auswirkungen nicht nur den europäischen und deutschen Holzmarkt und unsere Waldbesitzer, sondern es wirkt sich negativ auf das Weltklima aus, ist verbunden mit der Ausweitung von Armut in den betroffenen Regionen, bedeutet Verlust von Biodiversität und Voranschreiten von Wüstenbildung und ist somit ein globales Problem.
Dr. Gerhard Botz, forstpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, spricht sich im Plenum gegen die Forderung der Fraktion B90/Die Grünen aus, Deutschland brauche ein Importverbot auf nationaler Ebene. "Damit würde sich Deutschland aus den internationalen Verhandlungen zur nachhaltigen Bekämpfung illegalen Holzeinschlags katapultieren" so der Bundestagsabgeordnete. Aber der Markt und die Nachfrage nach Holz besteht weltweit. Statt nach Europa, würde illegal geschlagenes Holz beispielsweise direkt nach Asien gehen.
Aus diesem Grund unterstützt Dr. Botz für die Fortführung der Verhandlungen auf EU-Ebene. Dort werden derzeit bilaterale Partnerschaftsverträge mit den Lieferländern verhandelt. Partnerschaftsabkommen sind grundsätzlich der bessere Weg, denn nur so kann gewährleistet werden, dass überhaupt eine Kontrolle vor Ort ermöglicht wird und Deutschland in Gremien vor Ort ein Mitspracherecht in Kontrollorganen erhalten. "Die Unterscheidung zwischen legalem und illegalem Holzeinschlag kann nur in Zusammenarbeit mit den zuständigen Staaten getroffen werden" unterstreicht Dr. Botz.
Aber auch die Nachfragerseite darf nicht aus dem Blick geraten. Denn auch nur in Zusammenarbeit mit den anderen Importländern kann eine Eindämmung des illegalen Holzeinschlages erreichen werden.
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