Wie Althaus am 3. Februar im dpa-Gespräch bekannt gab, setzt er 2009 auf einen Personenwahlkampf in Thüringen.
Die Jusos Thüringen sehen dem gelassen entgegen. Althaus stand in den Jahren seiner Regierungszeit für Vetternwirtschaft, eine verkorkste Bildungs- und Familienpolitik sowie Sozialabbau. In Erinnerung ist uns die Vergabe öffentlicher Posten an Freunde und Verwandte der Althaus-Regierung, die Abschaffung des Blindengeldes, die Mittelkürzung bei Arbeitsvermittlungen, seine ablehnende Haltung zum Mindestlohn, seine familienfeindliche Familienoffensive, die Einführung verdeckter Studiengebühren namens Verwaltungskostenbeitrag über die Hintertür sowie sein schlicht unsozialer Vorschlag eines „solidarischen“ Bürgergeldes und vieles mehr.
Verständlich ist, dass er sich nicht traut, mit der Programmatik seiner Partei in den Wahlkampf zu ziehen. Den direkten Vergleich mit seinen Konkurrenten wird er jedoch verlieren. Die SPD wird 2009 nicht nur programmatisch, sondern auch personell, mit Christoph Matschie als Spitzenkandidaten, besser aufgestellt sein als die Union.