Das Altenburger Aktionsbündnis gegen Rechtsextremismus ruft zu einer Kundgebung am 18.12.2010 von 16.00 – 17.00 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz auf.
Unter dem Motto „Unsere Zukunft ist bunt, nicht braun“ soll gezeigt werden, dass Nazis hier unerwünscht sind.
Zum wiederholten mal wird unsere Stadt an diesem Tag von rechtsextremem Kräften aufgesucht, die versuchen ihr undemokratisches Gedankengut zu verbreiten. Zeigt, mit offenem Visier und gewaltfrei, dass diese hier nicht willkommen sind! Heißer Tee und eine Menschenkette verbinden an diesem Tag alle demokratisch engagierten Bürger, die für ihre Stadt und ihren Landkreis ein klares NEIN dem rechtsextremen Gedankengut entgegenstellen wollen.
Unterstützt wird die Kundgebung durch die Redner:
- Dr. Hartmut Schubert (Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit)
- Frank Tempel (MdB),
- Dr. Birgit Klaubert (Vizepräsidentin des Thüringer Landtag),
- Kristin Knitt (Bürgermeisterin der Stadt Altenburg) und
- Pfarrer Reinhard Kwaschik, Evangelische Kirchgemeinde Altenburg
Hintergründe: Auf ihrer Internetseite (http://k-u-l.de.to); welche mittlerweile nicht mehr abrufbar ist, hat die Neonazigruppierung Kameradschaft und Loyalität, abgekürzt „KuL“ für den 18.12.2010 „den gesamten Nationalen Widerstand in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und über die Ländergrenzen hinweg“ aufgerufen, unter dem Motto „Kinderschänder sind nicht therapierbar und Todesstrafe für Kinderschänder!“ in Altenburg ein Zeichen zu setzen. Erstmalig ist die „KuL“ am 20. November 2010 bei einem Aufmarsch in Borna in Erscheinung getreten. Seitdem versuchen sie von Stadt zu Stadt zu marschieren, um somit in der organisierten Neonaziszene Fuß zu fassen. Bisher mit eher mäßigem Erfolg.
Hatte man in Borna mit 1500 Teilnehmern gerechnet und letztendlich ganze 70 Menschen mobilisieren können, sind nunmehr für Altenburg 500 „Protestteilnehmer“ angekündigt.
Treffpunkt soll ebenfalls um 16.00 Uhr der Bahnhof Altenburg sein.
Die Organisatoren des Aktionsbündnisses wollen alle demokratisch engagierten Bürger, der Stadt und des Landkreis aufrufen, an der Gegenveranstaltung teilzunehmen, um Gruppierungen der Neonaziszene im Altenburger Land keinen Platz einzuräumen.
Pressemitteilung