Link: www.geh-denken.de
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Ostthüringen beteiligt sich am nächsten Sonnabend an der Kundgebung "Geh Denken" gegen Europas größten Nazi-Aufmarsch in Dresden. Zwei Busse sind gechartert worden, die Interessenten zum symbolischen Preis von zehn Euro zur Demonstration und wieder zurück zu bringen.
Ein Bus startet am 14. Februar um 8.45 am Greizer Busbahnhof, er hält um 9.30 Uhr am Busbahnhof Gera. Ein zweiter Bus steuert die sächsische Landeshauptstadt über Saalfeld (8.30 Uhr) und Pößneck (8.50 Uhr) an. Die Rückfahrt wird gegen 16 Uhr sein. Interessenten melden sich an beim DGB unter Tel. (0365) 436 43 70. Anmeldungen für Mitfahrten nimmt auch Linke-Kreisparteichefin Diana Skibbe unter 03661-456154 oder 03661-453860 entgegen, die gleichfalls zur zahlreichen Teilnahme an "GehDenken" aufruft. Hintergrund von "Geh Denken" ist ein Treffen von bis zu 8000 Rechtsextremen am 13. und 14. Februar in Dresden. Organisiert von der so genannten Jungen Landsmannschaft Ostdeutschland vereinnahmt der Neonazi-Aufmarsch die Zerstörung Dresdens im Februar 1945. So ist die Veranstaltung angekündigt als "Trauermarsch für die deutschen Opfer des alliierten Bombenterrors". Auch die NPD, freie Kräfte, Kameradschaften und Rechtsextreme aus dem Ausland werden sich beteiligen.
Als Gegenaktion wurde "Geh Denken" ins Leben gerufen. Die Initiative wird vorbereitet vom Kulturbüro Sachsen, der Kampagne "Laut gegen Nazis", der Amadeu Antonio Stiftung, dem DGB, Linkspartei, SPD und Bündnis 90/Die Grünen.
Während Dresdens Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) am 14. Februar zu einem "Stillen Gedenken" um 11.45 Uhr auf den Altmarkt einlädt, organisiert "Geh Denken" drei Demonstrationszüge mit Kundgebungen und Konzert. Der erste Zug trifft sich am Sonnabend, 13 Uhr am Goldenen Reiter, der zweite um 13 Uhr am Neustädter Bahnhof, der dritte zur gleichen Zeit am World Trade Center Dresden. Der Sternmarsch endet gegen 16 Uhr am Theaterplatz. Hier steigt das Abschlusskonzert, unter anderem mit Smudo von den "Fantastischen Vier".
Quelle: OTZ; Gera/Zeulenroda (kas/jevo); Ausgabe vom 06.02.2009