Nach der Demonstration am letzten Samstag in Gera gegen die Atompolitik der schwarz-gelben Bundesregierung, sind kommendes Wochenende Großdemonstrationen in Berlin, Hamburg, Köln und München geplant.
Der Geraer Abgeordnete Wolfgang Lemb (SPD) ruft die Geraer Bürgerinnen und Bürger zur Teilnahme an der Demonstration in Berlin auf. Dort wird die Demo um 12:00 Uhr an dem „Potsdamer Platz“ beginnen und gegen 14:00 Uhr an der „Straße des 17. Juni“ enden. Auf der folgenden Abschlusskundgebung treten unter anderem Bands wie „Wir sind Helden“ und „Mono und Nikitaman“ auf.
Wichtig ist, dass wir jetzt zu einer nachhaltigen Änderung in der Energiepolitik in Deutschland und Europa kommen. Wir haben mir der heutigen Regierungserklärung der Thüringer Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht und einem damit verbundenen Papier zur Energiewende in Thüringen eine gute Grundlage, den in Thüringen bereits beschrittenen Weg zu einer weiteren Steigerung der regenerativen Energien zu forcieren.
Konkrete Schritte erwartet der Abgeordnete aber auch von der Bundesregierung: "Die Menschen wollen im Angesicht der Katastrophe in Japan keine taktischen Erklärungen, sondern konkretes Handeln." Dies müsse in der Konsequenz zu einem dauerhaften Abschalten der alten Atommeiler führen und zu konkreten Schritten hin zu einem dauerhaften generellen Ausstieg aus dieser nicht beherrschbaren Technologie. "Aus meiner Sicht ist dies bis spätestens 2021 durchaus möglich", so Lemb.
Lemb betonte, dass auch aus wirtschaftlicher Sicht aus der Atomkraft ausgestiegen werden muss. Er wies daraufhin, dass in Tschernobyl auch 25 Jahre nach der Reaktorkatastrophe jährlich 5% des Bruttoinlandsprodukts zur Bewältigung der Folgeschäden aufgewand werden muss.
„Das von der Bundesregierung festgelegte Moratorium darf nicht nur bis zu den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz halten.", so Wolfgang Lemb anschließend.