Eine rasche Umsetzung des Expertengutachtens zum geplanten Gedenk- und
Lernort Andreasstraße in Erfurt fordert Hans-Jürgen Döring,
kulturpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion.
„Das Gutachten
liegt der Landesregierung seit einem Monat vor, passiert ist aber immer
noch nichts“, kritisiert Döring. Der Kulturpolitiker unterstützt
ausdrücklich die Empfehlung des Expertengremiums, die künftige
Gedenkstätte materiell und personell angemessen auszustatten und in
Trägerschaft der Stiftung Ettersberg zu überführen. „Ein so sensibles
Thema wie die Stasi-Untersuchungshaft muss fachwissenschaftlich betreut
und museumsdidaktisch professionell vermittelt werden“, sagt Döring.
Auf diese Weise könne der geplante Gedenk- und Lernort auch
beispielgebend für die übrigen mit der Aufarbeitung der DDR-Geschichte
betrauten Thüringer Gedenkstätten werden.
Döring erwartet nun, dass sich die Landesregierung ihrer Verantwortung
stellt und sich gemeinsam mit der Stadt Erfurt an die zügige
Realisierung des Projekts Andreasstraße macht. Auf Antrag der
SPD-Fraktion wird sich daher der Wissenschaftsausschuss des Landtags in
seiner nächsten Sitzung mit der Thematik befassen. Dabei soll sich auf
Dörings Wunsch auch die Stiftung Ettersberg zur Umsetzung des
Expertengutachtens äußern.