Das ist auf den Punkt gebracht die Forderung, welche die Teilnehmer an der ersten Infoveranstaltung der SPD des Wartburgkreises, vor kurzem in Bad Salzungen zum Thema „Thüringer Gemeinschaftsschule“ stellten. Dr. Birgit Freyni, Bildungspolitische Sprecherin des SPD Kreisvorstandes stellte in einem sehr interessanten Vortrag das Modell „Thüringer Gemeinschaftsschule“ vor.
Zwar sonne sich die Landesregierung im Glanz der relativ guten Platzierung beim Bildungsmonitor, doch bei den Kriterien wie Bildungsarmut, Akademischer Nachwuchs und Sachausstattung rangiert das Thüringer Bildungssystem am Tabellenende. Nach nur dreieinhalb Jahren Schulzeit müssen heute Eltern und Lehrer entscheiden welchen Weg die Schüler einschlagen sollen, der Verbleib auf der Hauptschule bedeutet praktisch kaum Chancen auf gute Berufsaussichten.
Mindestens 8 Jahre gemeinsames Lernen sieht das Modell der Thüringer Gemeinschaftsschule vor, dazu soll mehr Kontinuität in der Bildung, mehr Chancengleichheit, mehr Wohnortnähe und damit höhere Verantwortung der Kommunen für „ihre“ Kinder erzielt werden. In der regen Diskussion bei der sich neben erfahrenen Lehrkräften, Eltern und solchen die es noch werden wollen beteiligten, gab es Zustimmung zum Modell „Thüringer Gemeinschaftsschule“ aber auch kritische Fragen. Für Dr. Birgit Freyni ist es wichtig das Ziel „Thüringer Gemeinschaftsschule“ anzustreben und dann den Weg dahin zu beschreiben.
Kreisvorsitzender Ralf Pollmeier dankte Dr. Birgit Freyni für ihren engagierten Einsatz für mehr Bildungsgerechtigkeit und bestätigte aus persönlicher Lebenserfahrung die Grundgedanken der Thüringer Gemeinschaftsschule.
