Jörg Reichenbach, Foto:Oliver Nußbaum Wie wir heute aus der Tagespresse entnehmen konnten, sprachen sich die Vorsitzenden mehrerer Kreisverbände in Thüringen, für die Beibehaltung eines Ost- Vize aus. Zum Beispiel könnte der Vorsitzende des Forum Ost einen der Stellvertreterposten für gesamt Ostdeutschland erhalten. Eine Änderung der Vorstandgröße egal ob beim Bundes-, Landes-, Kreisvorstand sollte zwar im Vorstand als Antrag vorbereitet werden und auf dem nächsten Parteitag oder einer Mitgliedervollversammlung beschlossen werden. Denn das muss doch sicher in der Satzung dann auch geändert werden??
Vorwort von Eurem Webmaster
Presseschau in Thüringer Landeszeitung und Thüringer
Allgemeine zu diesem Thema vom 24.05.2007
"Feuer aus den Kreisverbänden"
Gotha/Erfurt. (tlz) Die Thüringer SPD-Basis kritisiert, dass kein Ostdeutscher mehr stellvertretender Vorsitzender der Bundespartei werden soll. "Wir fordern unseren Landesverband auf, für den Bestand wie es war, zu kämpfen", sagte der Gothaer SPD-Kreisvorsitzende Jörg Reichenbach im TLZ-Gespräch. Nach seinen Angaben teilen auch die Kreisverbände Erfurt, Ilmkreis und Nordhausen diese Einschätzung. "Ich fühle mich an vergangene Zeiten erinnert, dass bereits vorher feststeht, wer es werden soll", sagte Reichenbach angesichts der Tatsache, dass Parteichef Kurt Beck bereits seine Wunschkandidaten genannt hat.
Wenn sich Beck nicht noch umstimmen lasse, "kriegt er Feuer aus den Kreisverbänden". Reichenbach forderte Thüringens SPD-Chef Christoph Matschie auf, sich vehementer für einen Kandidaten aus den neuen Bundesländern einzusetzen. "Wenn man als Ministerpräsidenten-Kandidat gegen Herrn Althaus bestehen will, dann darf man nicht den Eindruck erwecken, der Osten werde aufgegeben."
Matschie räumte im TLZ-Gespräch ein, auch er hätte sich lieber einen Ostdeutschen als Vize gewünscht. Er warnte aber zugleich davor, diese Personalentscheidung überzubewerten. "Man muss nicht alles an diesem Stellvertreter-Posten festmachen."
Landes- SPD streitet um Verlust des Ost-Vizes
Die geplante neue Spitze der Bundes- SPD ohne einen Vertreter der neuen Länder hat in der Thüringer Partei Kritik ausgelöst. Angegriffen wurde auch der Landeschef Christoph Matschie.
ERFURT (TA). SPD- Landesvize Andreas Bausewein bezeichnete es als "Katastrophe", dass ab Herbst kein Stellvertreter mehr aus dem Osten stamme. Dies sende ein "absolut falsches Signal", sagte der Erfurter Oberbürgermeister dieser Zeitung; die CDU sei da besser aufgestellt. Er fände es gut, wenn sich für den Bundesparteitag ein Kampfkandidat aus dem Osten finden ließe.
Mehrere Kreisverbände kritisierten Landeschef Matschie für sein
Ja zu der neuen Struktur.
Gothas Kreischef Jörg Reichenbach sagte der "Thüringer Allgemeine", er halte die Entscheidung für "völlig unverständlich", der Kreisvorsitzende von Saalfeld-Rudolstadt Robert Geheeb bezeichnete sie als "menschlich und symbolisch" falsch. Taktisch höchst unklug" nannte auch der Landrat und Parteichef des Saale? Orla? Kreises Frank Roßner die Neuerung.
Matschie zeigte sich verwundert und verwies auf die "einhellige Unterstützung" seiner Sicht durch den Landesvorstand.