In Buttlar, an der Frakfurterstr./Bergstr. entstand dieses Foto. Auf einem Transparent wird Unmut über den WVS geäußert. Freies Wort/STZ vom 25.01.2010
Stellungnahme , Pollmeier wehrt sich
Bad Salzungen
SPD Kreisvorsitzender Ralf Pollmeier nimmt Stellung zur Neujahrsrede von Bad Salzungens Bürgermeister Klaus Bohl.
Da der Text meiner Pressemitteilung etwas redaktionell bearbeitet wurde, hier die Originalversion.
"Wovor hat Herr Bohl Angst?“
Herr Bohl hat mich in seiner Neujahrsrede mehrfach angegriffen.
“ Zeigt allen Polemikern und Pollmeiers dieser Welt die rote Karte“,
Pollmeiers Kritik am Abwasserverband ist eine Ohrfeige für alle Bürgermeister des Wartburgkreises“.
um nur einige Punkte zu nennen.
Ich hab mich dann gefragt, wieso macht er das. Ist er etwa beleidigt, dass ich nicht zu seinem Neujahrsempfängen komme? Das könnte man verstehen. Aber Herr Bohl wird wohl genug Politprofi sein, um sich nicht über die Abwesenheit der politischen Konkurrenz – die es versäumt, seinen spannenden Ausführungen zu lauschen - gar so sehr zu ärgern.
Was kann es sonst sein? Vorgezogener Wahlkampf im Hinblick auf die Bürgermeisterwahlen in 2012? Unwahrscheinlich. Die Wähler entscheiden sich immer kurzfristiger vor den Wahlen. Herr Bohl wird das wissen, das kann es also auch nicht sein.
Wieso regt er sich also darüber auf, dass ich die Misswirtschaft mit den aufgelaufenen Millionenverlusten beim TAV in Eisenach anprangere? Der TAV liegt außerdem nicht in seiner Verantwortung, sondern beim Kollegen Köckert.
Was kann daran schlimm sein, eine weitere Verschuldung infolge überhöhter Investitionen abzulehnen und zu verlangen, dass weitere Investitionen sorgfältiger geprüft werden müssen?
Was ist vor dem Hintergrund einer schlampigen Buchführung falsch, wenn ich sage, dass erstmal korrekte geprüfte Zahlen auf den Tisch müssen, bevor wir mit Ankündigungsbeschlüssen Gebührenerhöhungen zulassen? Zumal der Innenminister am Freitag die Verbandsleitung öffentlich für die Nichtvorlage der Bilanzen gerügt hat.
Der Bürger hat einen Anspruch darauf, dass mit seinen Geldern sorgfältig umgegangen wird.
Und dazu ist Transparenz notwendig.
Ich hab mich lange gefragt, was veranlasst Herrn Bohl derart zu entgleisen? Bis mir dann klar geworden ist: Der Mann hat offensichtlich Angst.
Angst hat man in aller Regel, wenn man Risiken sieht, die die eigene Position gefährden könnten. Ein Risiko für Herrn Bohl wäre es, wenn auch beim WVS erhebliche Gebührensteigerungen auf den Bürger zukommen würden.
Dann wäre das Kartenhaus des selbsternannten Saubermannes Bohl zusammengefallen, der ja im Zusammenhang mit der Kritik an den hohen Wasserkosten quasi ins Amt gespült wurde.
Warten wir also ab, was uns die Zukunft in Sachen Gebühren und Kosten beim WVS bringt. Oder gibt es bei Herrn Bohl gar Parallelen zum Verbandsvorsitzenden Köckert, dem offenbar mangels Sachkenntnissen die Zügel aus der Hand entglitten sind und der angesichts der Millionenverluste nun vor einem Scherbenhaufen steht!?
Wir dürfen gespannt sein.
Ralf Pollmeier