Mit Sorge sehen wir, wie der sich organisierende Widerstand gegen den Naziaufmarsch am 13. Februar 2010 in Dresden scheinbar von Einigen als Gefahr gesehen wird. Doch die wirkliche Gefahr sind nicht die Bürgerinnen und Bürger von Dresden, die in ihrer Stadt friedlich Vielfalt und Toleranz leben wollen.
Die wirkliche Gefahr sind nicht die Menschen, die andere zum Protest ermutigen. Die wirkliche Gefahr besteht in dem menschenfeindlichen Gedankengut, welches von tausenden Nazis in Dresden demonstriert werden soll. Nazifeste verhindern, jetzt sind alle aufgerufen! Es ist unsere Pflicht und unsere Herzensangelegenheit, den Dresdnerinnen und Dresdnern zu zeigen, dass wir an ihrer Seite stehen. Wir Bürgerinnen und Bürger der Otto-Dix Stadt Gera wollen gemeinsam mit ihnen Gesicht zeigen. In unserer Demokratie ist die Meinungsfreiheit zu Recht ein hohes Gut. Doch wir alle müssen ein klares Zeichen setzen, wo für uns die Toleranz endet. Dort, wo Menschen verachtende Ideologie und Intoleranz, und damit Hass und Gewalt verbreiten, ist es an uns, gemeinsam vor Ort zu sein! Es braucht deutliche Zeichen gegen Rechtsextremismus! Egal wann und wo alte und neue Nazis sich als anständig und zivilisiert präsentieren, wir wissen, dass ihre Ideen dieselben sind und das Gedankengut das gleiche ist. Wir wollen keine Verharmlosung und wir wollen nicht wegsehen. Wir hoffen auf Hilfe, wenn es notwendig wird und wir wollen helfen. Wir als Demokraten müssen gegen Rechtsextremisten aktiv werden und unseren moralischen Anspruch deutlich machen. Wir brauchen Vielfalt und Toleranz in Dresden und überall. Wir setzen uns ein, für eine vielfältige und offene Gesellschaft – und wir gehen auf die Straße gegen Nazis. Setzen auch Sie ein Zeichen und zeigen Sie Gesicht – am 13.02.2010 gemeinsam mit uns in Dresden!!! Der Sprecherrat des Runden Tisches Gera