Vor der Rhönbrauerei in kaltennordheim Nachdem nun das Bundesverfassungsgericht den Weg zu vorgezogenen Bundestagswahlen frei gegeben hat, startete Ernst Kranz, MdB mit der inzwischen schon zur Tradition gewordenen Rhönwanderung der SPD offiziell den Wahlkampf zur Bundestagswahl 2005.
Über 80 SPD?ler trafen sich am Sonntag, den 28. August vor dem Rathaus von Kaltennordheim, um zur traditionellen Rhönwanderung aufzubrechen. Mit dabei waren der Landesvorsitzende der Thüringer SPD, Christoph Matschie, die beiden Landtagsabgeordneten Sabine Doht und Heiko Gentzel sowie die Kreisvorsitzenden Matthias Kehr und Torsten Tikwe.
Bürgermeister Schramm von Kaltennordheim begrüßte die Wanderer vor dem Rathaus. Als kleinen Willkommensgruß überreichte der Ortsvereinsvorsitzende, Rüdiger Christ, an Ernst Kranz, MdB und Christoph Matschie, MdL je einen beschrifteten Basaltstein.
Nach einer Stunde Fußmarsch war die Rhönbrauerei erreicht, die an diesem Wochenende ihr 130-jähriges Jubiläum feierte.
Braumeister Franz-Josef Brehm führte die Gruppe durch die Brauerei und erläuterte die Herstellung des heimatlichen Gerstensaftes. Über die Hälfte der Braugerste wird aus der nahen Region bezogen.
In den letzten Jahren wurde die Produktionsanlage komplett modernisiert und durch neue Anlagen ersetzt. Die neue hochmoderne Flaschenwaschanlage stammt aus Gera, die Tanks aus Ronneburg. Die Flaschenabfüllanlage kann 12.000 Flaschen Bier pro Stunde abfüllen.
Die Brauerei wurde 1963 zunächst halbstaatlich und 1972 komplett enteignet. Friedrich Dittmar, der Urenkel des Firmengründers erwarb zusammen mit seiner Tochter Christel Reukauf und ihrem Mann Lutz Reukauf am 1. Juni 1990 die Fabrik zurück.
Die Brauerei beschäftigt ca. 50 Angestellte, davon fünf Lehrlinge, die in den Berufen Brauer/Mälzer, Industriekaufmann und Berufskraftfahrer ausgebildet werden.
Ernst Kranz, MdB lobte das regionale Engagement des Betriebes: ?Die Rhönbrauerei ist ein Stück der Rhön und damit ein wirtschaftlicher als auch ein Identifikationsfaktor der Region geworden.?
Anschließend konnten er und seine Wandergruppe sich nicht nur von der Theorie her, sondern auch vom guten Geschmack selbst überzeugen lassen. Es gab frisches ungefiltertes Bier vom Fass. Eine Flaschenabfüllung muss zur Konservierung gefiltert werden, damit es einige Monate haltbar ist. ?Ein ungefiltertes Bier schmeckt einfach besser?, so Ernst Kranz, MdB, ?also ein weiterer Grund, regionale Produkte einzukaufen.?