Nach der heutigen 4-stündigen Sondersitzung des Agrarausschusses des Deutschen Bundestages zur Aktuellen Situation der Vogelgrippe in Deutschland berichtet Dr. Gerhard Botz, SPD-Bundestagabgeordneter aus Thüringen:
?Die Situation bleibt angespannt, ist aber beherrschbar, wenn alle Behörden genau wissen, was sie zu tun haben und zur rechten Zeit dieses Wissen konsequent anwenden. Alle Anstrengungen der Beteiligten müssen darauf gerichtet werden, ein Übergreifen der Wildtierbefälle auf Hausgeflügelbestände zu vermeiden. Minister Backhaus konnte in der Sitzung deutlich machen, dass hier bereits sehr gute Arbeit geleistet wird.?
Der Thüringer Agrarexperte weiter: ?Die Landkreise sollten jedoch mit Blick auf die Erfahrungen auf der Insel Rügen in den ersten Tagen, sorgfältig ihre Ausrüstungen und Katastrophenschutzpläne überprüfen, um im Ernstfall gut vorbereitet zu sein.?
Nach wie vor gilt jedoch: Trotz aller Sensibilität beim Thema Vogelgrippe, die durchaus zu begrüßen ist, gibt es auch weiterhin keinerlei Anlass zu irgendwelchen panischen Reaktionen. So ist die Diskussion um vorsorgliche Impfungen auch angesichts der offenen Fragen bezüglich der Wirksamkeit solcher Impfungen wenig hilfreich.
?Über das aktuelle Geschehen zur Seuchenbekämpfung hinaus dürfen wir mittel und langfristig die Situation der Geflügelhalter aller Kategorien nicht aus den Augen verlieren. Deren wirtschaftlichen und zum Teil existenziellen Konsequenzen können beträchtlich sein. Die betroffenen Landwirte brauchen dann unsere Hilfe.? so Abgeordneter Botz.