Gespräch mit der Bürgerinitiative „Steinbruch Buchenau“
Seit über 10 Jahren fühlen sich die Bürger von Buchenau und Ebenau im Wartburgkreis durch den Kalkstein-Tagebau starken Belästigungen ausgesetzt. Im Frühjahr 2008 haben sich die Einwohner zu einer Bürgerinitiative zusammengeschlossen, um gemeinsam nach Lösungen zu suchen, das Leben in diesen Orten erträglicher zu machen.
Die Abgeordneten des Arbeitskreises für Wirtschaft, Infrastruktur, Umwelt und Finanzen mit Sabine Doht (Wahlkreisabgeordnete) und Dagmar Becker (umweltpolitische Sprecherin) sowie Dr. Werner Pidde und Rolf Baumann besuchten in der vergangenen Woche die Mitglieder der Bürgerinitiative. Sie wollten sich vor Ort ein Bild über die Situation verschaffen.
Die Hauptbeschwerden liegen bei der starken Staubelastung, der Lärmbelästigung und bei den starken Erschütterungen während der Sprengungen. Auch wird beim Abtransport die zulässige Geschwindigkeit von 30 km/h in Buchenau nicht eingehalten. Die BI forderte die Betreiberfirma schon mehrfach auf, die gesetzlichen festgeschriebenen Vorschriften einzuhalten, was bis heute nicht der Fall ist.
Des weiteren kämpft die BI gegen einen Neuaufschluss eines Steinbruches, der auf der gegenüberliegenden Seite der Werra bei Ebenau geplant wird. Um das Vorhaben zu verhindern muss der regionale Raumordnungsplan geändert werden. Dazu sei es nötig den öffentlichen Druck aufrecht zu erhalten.
Die Zukunft im Werratal liegt im Bereich Tourismus, darüber sind sich alle Ausschussmitglieder, die Bürgermeister der Stadt Creuzburg und der Gemeinde Mihla sowie die Mitglieder der Bürgerinitiative einig.