Union erkennt Handlungsbedarf gegen Rechts

Veröffentlicht am 17.03.2009 in Freiheit & Sicherheit

Fronttransparent des NPD-Aufmarsches in Weimar im April 2008

Studie aus Niedersachsen stellt fest, dass jeder siebte Jugendliche eine Abneigung gegen Fremde habe. Die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen verbindet Hoffnungen aufgrund der Äußerungen von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble im Zusammenhang zu einer Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen. Er sprach davon die Bemühungen gegen Rechts weiter zu verstärken.

„Die Union erkennt endlich, dass ein dringender Handlungsbedarf aller demokratischen Kräfte im Kampf gegen Rechts notwendig ist, erklärt AfA –Landesvorsitzender Frank Weber. Nach der Studie werden 14,4 Prozent aller befragten Jugendlichen als "sehr ausländerfeindlich" eingestuft. Der CDU-Politiker und der Wissenschaftler stellten in Berlin erste Ergebnisse des Forschungsprojekts "Jugendliche in Deutschland als Täter und Opfer von Gewalt" vor. Demnach gaben 4,9 Prozent der befragten Jungen an, Mitglied einer rechtsextremen Gruppe oder Kameradschaft zu sein. Bei den Mädchen waren es 2,6 Prozent.
„Hoffentlich werden nun auch in Thüringen endlich die durch die SPD geforderten Aktionsprogramme gegen Rechts nicht mehr durch die Landesregierung blockiert. Allerdings muss die Landesregierung auch erkennen, dass das Problem des Rechtsradikalismus kein alleiniges Jugendproblem ist. Zum Beispiel stimmen nach den Ergebnissen des Thüringen Monitor 2008 rund 49 Prozent der Thüringer der Aussage zu, die Bundesrepublik sei durch die vielen Ausländer in einem gefährlichen Maße überfremdet. Hier muss in allen Altersklassen Aufklärung betrieben werden. Deshalb ist es gut, dass auch die CDU das Problem jetzt angehen will,“ so Weber.

 
 

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