Rothe-Beinlich (Grüne), Weber (SPD), MdL Holzapfel (CDU), Rose (Moderator), Kemmerich (FDP), MdL Leukefeld (Linke) v.l. Vertreter aller demokratischen Parteien stellten sich am 15.06.2009 im Erfurter Augustinerkloster einer Diskussion zur Zukunft der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Freistaat. Moderiert wurde die Diskussionsrunde von Carsten Rose (Radio F.R.E.I.).
Nach der Eröffnung durch DGB-Landeschef und Vorsitzenden des Vereins START e.V., Steffen Lemme, folgte ein Referat von Prof. Dr. Klaus Dörre (Uni Jena) zum Thema prekäre
Beschäftigung und ihre Auswirkungen auf Thüringen.
Prof. Dörre zeigte die umfassende Problemstellung prekärer Beschäftigung auf, die Wirtschaft und Gesellschaft auf. Dies war ein guter Start für die anschließende Podiumsdiskussion. Landtagskandidat Frank Weber verdeutlichte, dass die SPD klar auf Seiten der Gewerkschaften und damit der Beschäftigten in Thüringen steht.
"Wir brauchen belastbare Rahmenbedingungen zum Schutz der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Dazu zählt der gesetzliche Mindestlohn ebenso, wie das Prinzip 'Gleicher Lohn für gleiche Arbeit'. Nur so schaffen wir es auch junge Menschen in Thüringen zu halten und den Trend zur Abwanderung zu stoppen" so Weber.
Die Vertreter von FDP und CDU vertraten hier wiederholt eine völlig andere Auffassung. Sie setzen weiterhin darauf Billiglohn und Ausbeutung zu fördern. Versteckt wird dies hinter der Argumentation, dass steigende Produktivität auch höhere Löhne bringe. In der Diskussion stellte Frank Weber klar, dass in vielen Branchen in Ostdeutschland die höchste Produktivität bei gleichzeitig den niedrigsten Löhnen herrscht. Wenn also die Konzepte von schwarz-gelb aufgehen würden, wäre Thüringen Hochlohngebiet.