Die Jusos Thüringen positionieren sich gegen Carsten Schneiders Vorschlag zur Arbeitszeitverlängerung.
Im Bezug auf das Interview der Süddeutschen Zeitung mit Carsten Schneider, in welcher er die 41-Stunden-Woche für Beamte des Bundes fordert, wollen die Jusos Thüringen die Verkürzung der Arbeitszeit auf fünfunddreißig Stunden.
Dazu erklärt der Landesvorsitzende der Thüringer Jusos, Peter Metz: "Wir dürfen den Gewerkschaften nicht in den Rücken fallen. Die wirtschaftspolitischen Realitäten sehen anders aus, als von Carsten Schneider behauptet. Der Kampf gegen die Arbeitslosigkeit kann nur über die Arbeitszeitverkürzung führen."
Bei derzeit 5 Millionen Arbeitslosen in Deutschland ist es unverständlich, auf der einen Seite Beschäftigung schaffen zu wollen und auf der anderen Seite Arbeitsplätze durch Arbeitszeitverlängerungen und Streichungen abzubauen.
Neben der Streichung von Urlaubs- und Weihnachtsgeld wird die verlängerte Arbeitszeit auch zu einer erheblichen Kürzung des Stundenlohns führen.
Achtzehn Minuten bei den Angestellten im Öffentlichen Dienst können da schon mal 12 Prozent weniger im Lohnbeutel bedeuten. Die Forderungen von einigen Haushaltspolitikern geht weit darüber hinaus. Damit stellt man nicht nur sozialdemokratische Grundwerte in Frage, sondern schwächt auch die Verhandlungsposition von Verdi bei den derzeitigen Tarifverhandlungen im Öffentlichen Dienst.
So wollen die Jusos eine Bekämpfung der Arbeitslosigkeit über die Schlechterstellung der Arbeitsbedingungen vermeiden. Verdi sei beim Kampf gegen die Vorstellungen der Länder zu unterstützen.