Kreisvorstand will die Nutzungsvorschläge für das Haus der Frau von Stein aufgreifen.
Der politische Hoch- und Spätsommer 2008 wurde durch die Debatte um den Verkauf des Hauses der Frau von Stein dominiert. Trotz einer 2 Jahre währenden Suche nach einem Investor wurden erst die letzten Monate für eine öffentliche Diskussion um das barocke Gebäude genutzt.
„Wir nehmen mit Bedauern zur Kenntnis, dass so viele Interessenten für das Gebäude erst nach Abschluss des Vergabeverfahrens ihre Wünsche laut und wahrnehmbar geäußert haben. Hätten sich jene bereits in den beiden Ausschreibungen in 2007 und im Frühjahr 2008 gemeldet, wäre mancher Streit vielleicht ausgeblieben.“, fasst Dr. Friedrich Folger, Kreisvorsitzender der Weimarer SPD die Situation zusammen.
„Wir haben durchaus Verständnis für eine kulturell-kreative Bürgerbewegung zum Wohl der Weimarer Kulturstätten“, sagt Sven Steinbrück, stellv. Kreisvorsitzender, „allerdings fällt es mir schwer nachzuvollziehen, warum einem gestandenen Architekten wie Herrn Mittmann die Verfahrensweise bei einer öffentlichen Ausschreibung so wenig bekannt sind. Ein Umschwenken der städtischen Position hätte Regressforderungen nach sich gezogen. Wer diese Rechnung beglichen hätte, diese Frage blieb unbeachtet.“
Dennoch setzt die SPD Weimar auf Kooperation. Im Umfeld der Diskussionen ums von Stein’sche Haus sind viele interessante Konzepte vorgetragen worden. Diese möchte die SPD gern, so sie in Weimar realisierbar sind, aufgreifen und unterstützen. Wir möchten den Streit hinter uns lassen und bieten Herrn Mittmann, sowie allen weiteren Beteiligten das Gespräch über eine Weiterentwicklung der Weimarer Kulturlandschaft an.
Die SPD sieht in der von Herrn Hanstein vorgeschlagenen „Villa Romana“ ein sehr interessantes Projekt für Weimar. So der Wille vorhanden ist, bietet die SPD ihre volle Unterstützung bei der Suche nach geeigneten Örtlichkeiten in Weimar an.