Der SPD-Ortsverein Oberes Geratal, zu dem außer Geschwenda alle anderen Orte der gleichnamigen Verwaltungsgemeinschaft gehören, hat in seiner letzten Versammlung des Jahres 2006 die 8. Vorstandswahlen seit der Wiedergründung der SPD 1990 durchgeführt.
Wiedergewählt wurden als Vorsitzender Dr. Ulrich Strobel, als sein Stellvertreter Vol-ker Mattheß, als Beisitzer Helmut Schmidt und als Schatzmeisterin Jutta Strobel. Ulrich Beyer, der auf eigenen Wunsch nicht wieder für den Vorstand kandidierte, wurde für seine fleißige Schriftführerarbeit herzlich gedankt.
Der Vorsitzende des Ortsvereins erinnerte in seinem Rechenschaftsbericht an die Probleme der Basis mit der rot-grünen Regierung in Berlin, deren Aktionen ? meist auch noch falsch als Reform (Verbesserung des Bestehenden) bezeichnet - Zweifel an eine der Grundfesten der SPD ? soziale Gerechtigkeit - hervorrief. In der Folge verlor die SPD viele Wähler und wurde 2004 bei den Landtags- und Kreis-tagswahlen nur drittstärkste Partei. Nur bei der Gemeinderatswahl in Gräfenroda wurde ein Zuwachs erreicht. Positiv war das Wahlergebnis für Petra Heß bei der Bundestagwahl 2005.
Durch die Verringerung der Mitgliederzahl (von 28 auf 23 in der Wahlperiode) und die Altersstruktur des Ortsvereins leidet die politische Arbeit. So konnte der Ortsverein keinen Kandidaten für die Bürgermeisterwahl aufstellen. Die SPD ist auch nur noch im Gemeinderat Gräfenroda (5 Sitze) und dem Stadtrat Plaue (1 Sitz) vertreten.
Im Gemeinderat Gräfenroda hat sich die SPD-Fraktion besonders für ein neues Feuerwehrgerätehaus eingesetzt, in dem auch die Rettungswache integriert wird und damit einen zweifelhaften Ausbau in der Schillerstraße verhindert. Weiterhin hat die SPD eine kritische aber auch konstruktive Haushaltsdiskussion betrieben und Schlampereien des alten Bürgermeisters kritisiert. Leider konnte die SPD nicht ver-hindern, dass es in Gräfenroda keinen hauptamtlichen Bürgermeister mehr gibt, was wir für notwendig erachtet haben. Schon die ersten Erfahrungen mit dem neuen Bürgermeister sprechen für unsere Meinung!
Als ein wichtiges kommunalpolitisches Ziel in der nächsten Zeit sieht die SPD die Umwandlung der Verwaltungsgemeinschaft in eine Einheitsgemeinde. Der Ortsverein will sich auch aktiv am Volksbegehren für eine bessere Familienpolitik beteiligen.
Der Ortsverein hat sich in den vergangenen drei Jahren nicht nur zu 20 Versamm-lungen getroffen, sich bei vielen Wahlkämpfen engagiert und sich bei örtlichen , gesellschaftlichen Veranstaltungen (Wahlen, Maibaumsetzen, Umwelttag, Volkstrauertag) eingebracht, sondern auch darüber hinaus mit den Ehepartnern Jubiläen, Sommer- und Familienfeste gefeiert sowie Wanderungen und Sportveranstaltungen durchgeführt.