
Auf seiner Mitgliedervollversammlung am letzten Freitag positionierten sich die Jusos, der SPD-Nachwuchs im Altenburger Land, zu mehr Bürgerbeteiligung und zur Gemeindegebiets- und Funktionalreform.

Auf seiner Mitgliedervollversammlung am letzten Freitag positionierten sich die Jusos, der SPD-Nachwuchs im Altenburger Land, zu mehr Bürgerbeteiligung und zur Gemeindegebiets- und Funktionalreform.
So forderten die etwa 20 anwesenden Mitglieder mehrheitlich den SPD-Kreisverband und dessen Ortsvereine auf, auf die Einführung von Bürgerbeteiligungshaushalten in den jeweiligen Kommunen über ihre Ratsfraktionen hinzuwirken. Nach Ansicht der Jusos ist ein solcher Haushalt ein Instrument zur besseren Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern, er schafft größere Transparenz bei Haushaltsentscheidungen und kann somit Politikverdrossenheit entgegenwirken.
In einem weiteren Antrag sprachen sich die Jungsozialisten einstimmig für die Wiedererrichtung von Kinder- und Jugendparlamenten im Landkreis aus. „Ziel von Kinder- und Jugendparlamenten soll es sein, nachhaltig dem Nachwuchs im Altenburger Land Themen wie Politik, Demokratie und ehrenamtliches Engagement näher zu bringen. Nicht zuletzt fördert politisches Interesse auch die Lern- und Sprachkompetenz von heranwachsenden Jugendlichen. Wir möchten mittelfristig erreichen, dass Kinder und Jugendliche in ihren Städten und Gemeinden zu Belangen, die sie betreffen, in geeigneter Form beteiligt werden“, beschreibt Alexander Burkhardt, Mitglied im Juso-Kreisvorstand, die Ziele des Antrages.
Einen klaren Standpunkt bezogen die Jusos auch in Sachen Kreis- und Gemeindestrukturen. „Damit Thüringen auch in Zukunft handlungs- und gestaltungsfähig bleibt, brauchen wir eine Gebiets- und Funktionalreform entlang der Grundsätze von Bürgernähe, Verwaltungseffizienz und Kostenersparnis. Wir werden daher gemeinsam mit den benachbarten Juso-Kreisverbänden Greiz und Gera bis zum Jahresende ein gemeinsames Positionspapier verfassen, welches verwertbare Ideen einer Gebiets- und Funktionalreform aus unserer, aus ostthüringer Sicht skizziert“, erklärt Juso-Kreischefin Sylvia Schiller den mit großer Mehrheit gefassten Beschluss. Dabei wollen sich die Altenburger Jusos auch Rat bei ihren Juso-Nachbarn aus Sachsen und Sachsen-Anhalt holen, in deren Bundesländern sich in den letzten Jahren ebenfalls Gebiets- und Funktionalreformen vollzogen.
Zur Jahresmitgliederversammlung konnten die Jusos mit Tosca Walf und Vivien Roth auch zwei junge Neumitglieder in der SPD und damit auch in den Reihen der Jusos begrüßen. Norman Müller, bis dahin stellvertretender Juso-Chef, schied an diesem Tag aus dem Kreisvorstand aus, um sich auf seine Arbeit als Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Altenburg konzentrieren zu können. Weiterhin wurde die Ponitzerin Susanne Diedrich einstimmig in den Vorstand gewählt. Der Juso-Kreisvorstand setzt sich nun folgendermaßen zusammen: Sylvia Schiller (Vorsitzende), Vivien Roth und Sven Schrade (stellvertretende Vorsitzende), Susanne Diedrich und Alexander Burkhardt (Beisitzer).
Sven Schrade
Juso-Kreisvorstand
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