Bessere Bildung und gleiche Bildungschancen für alle, die SPD-Initiative für gesetzlichen Mindestlohn – diese und andere Themen spielten eine Rolle beim jüngsten Bürgergespräch des SPD-Landesvorsitzenden Christoph Matschie auf dem Eisenacher Markplatz. Auf breite Zustimmung stieß das von der SPD favorisierte Modell der Thüringer Gemeinschaftsschule, als eine Bildungsmöglichkeit.
Die Thüringer Gemeinschaftsschule soll nicht im Hauruckverfahren, sondern prozessorientiert und vor allem auf freiwilliger Basis eingeführt werden. Andere Schulen sollen dafür nicht geschlossen werden! In anderen Bundesländern, wie in Schleswig-Holstein, erfährt die Gemeinschaftsschule seit geraumer Zeit regen Zulauf. „Die Thüringer Gemeinschaftsschule ist ein Angebot, aber ein sehr gutes“, betonten die SPD-Landtagsabgeordneten Sabine Doht und Heiko Gentzel, die sich am 30. August erneut um ein Landtagsmandat bewerben. Ein „Weiter so“ in punkto Bildung einschließlich Kindertagesstätten dürfe es in Thüringen nicht geben!
Lebhaft diskutiert am SPD-Stand auf dem Eisenacher Markt wurde ebenso die Frage nach einem gesetzlichen Mindestlohn. „Die Strategie der allein regierenden CDU mit Dieter Althaus ist gescheitert, mit Billiglöhnen neue Investoren nach Thüringen zu locken“, betonte Christoph Matschie. Thüringen brauche höhere Löhne und einen gesetzlichen Mindestlohn. Der Thüringer Arbeitnehmer hat bereits 500 € weniger auf seinem Lohnzettel als sein Kollege in den alten Ländern.
Eine starke SPD nach der Landtagswahl am 30.08.09 sei der Garant für zukunftsorientierte Politik in Thüringen. „Es darf nicht Geld dafür ausgegeben werden, damit die Kinder zuhause bleiben. Wir müssen vielmehr Geld für unsere Kindertagesstätten ausgeben“, betonten Christoph Matschie, Sabine Doht und Heiko Gentzel, fanden hierfür ungeteilte Zustimmung.
Th. Levknecht