?Der aktuelle Thüringen-Monitor zeigt, dass der Rechtsextremismus auch bei uns in Thüringen ein gravierendes Problem darstellt.
Nur weil es NPD oder DVU nicht in den Thüringer Landtag geschafft haben, dürfen wir nicht annehmen, uns in Thüringen beträfe das Problem nicht. Wir hier in Jena können uns noch zu gut an die Naziaufmärsche der letzten Jahre erinnern?, sagte SPD-Vorsitzende Sabine Hemberger.
Im Gegenteil: Der Anteil rechtsextrem Eingestellter liegt in Thüringen wie auch im letzten Jahr bei erschreckenden 23 Prozent. Das bedeutet zwar nicht, dass ein Viertel der Thüringer Neonazis sind, heißt aber, dass rechtsextremes Gedankengut hier auf fruchtbaren Boden fallen kann. Besonders gravierend ist dabei, dass sich der Anteil rechtsextrem Eingestellter gerade unter den 18- bis 24-Jährigen mehr als verdoppelt hat.
?Der 30. Januar ist ein Tag, der uns an die Bedeutung der Demokratie erinnert. Für uns enthält er auch die Verpflichtung, aktiv gegen rechte und antidemokratische Tendenzen anzugehen. Dies ist eine politische Verantwortung aber auch eine Aufgabe, der sich jeder Einzelne stellen kann?, sagte Hemberger.
Deshalb ruft die SPD Jena zur Teilnahme an der Mahnwache in Altlobeda auf. Diese findet am 30. Januar 2005, um 17:00 Uhr in der Jenaischen Straße statt.