"Das Ding ist noch nicht gelaufen, auch wenn unsere Chance zugegebenermaßen nicht sehr groß ist". Christoph Matschie will sich und seine SPD noch lange nicht geschlagen geben.
Zum 15. Geburtstag war er nach Greiz gekommen, in einer Zeit, in der den Sozialdemokraten ein eisiger Wind ins Gesicht schlägt. 15 - das ist das Alter der Pupertät, stellt der Landesvorsitzende fest. Und gibt zu, dass er angesichts der Nachrichten aus Berlin diesen Vergleich mitunter sehr treffend findet. Dennoch bleibt die Hoffnung, dass die SPD, die in den letzten 140 Jahren in Thüringen viele Höhen und Tiefen gesehen hat, auch diese Talsohle meistert und wieder in ruhigeres Fahrwasser kommt. Fahrt aufnehmen muss die Sozialdemokratie allerdings dringend, sich ehrlich den Themen stellen und hinterfragen, was der politische Gegner zu bieten hat. Nicht nur schwarz-gelb, sondern auch das neue Linksbündnis PDS-WASG. Bei Schnittchen, Sekt und Selters haben die Genossen aus dem Landkreis noch manche Erinnerung ausgetauscht, aber auch manchen Blick in die Zukunft gewagt. Entmutigen lassen wollen sie sich nicht. Ist doch die SPD in den letzten Wochen besonders bei jungen Leuten interessant geworden. Nach der Nominierung Jonas? zum Kandidaten und vor der Feierstunde zum 15. Jubiläum haben sich die Reihen im Weißen Saal allerdings erheblich gelichtet. Von den 150 eingetragenen Mitgliedern waren rund 40 geblieben, um der Zeiten des Aufbruchs zu gedenken. Eine Tatsache, die zumindest Heike Taubert verschnupfte. Vielleicht doch Pubertät?
(Quelle: OTZ Greiz am 11. Juni 2005, Artikel von Kathrin Schulz)
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