In der Vorstandssitzung am 7.11.2005 in Arnstadt wurden die Ereignisse der vergangenen Woche und der damit verbundene Rückzug von Franz Müntefering als Parteivorsitzender ausgiebig diskutiert. Die Mehrheit der Kreisvorstandsmitglieder zeigten sich sehr betroffen über das Geschehen in Berlin...
Bereits im Vorfeld der Kreisvorstandssitzung waren kritische Stimmen in Hinblick auf die Umstände des Rückzuges von Franz Müntefering laut geworden. Gleichzeitig wurde von vielen Genossinnen und Genossen die Forderung erhoben, mit Petra Heß eine verlässliche Frau mit hoher Sachkompetenz, menschlicher Wärme und Ausstrahlung sowie Gespür für Kompromisse und tragfähige Konsenslösungen zu einer Kandidatur für den Bundesvorstand zu ermuntern.
Dieses Stimmungsbild und die damit verbundene Frage einer Kandidatur für den Bundesvorstand stellte Kreisvorsitzender Herbert Windmiller zur Diskussion. Dabei wurde auch das hervorragende Abschneiden von Petra Heß bei der Bundestagswahl von Herbert Windmiller gewürdigt. Petra Heß erreichte mit 8% über dem Landesdurchschnitt der Partei das beste Einzelergebnis aller SPD Bewerber in Thüringen und konnte damit ihr Direktmandat erfolgreich verteidigen. "Sie hat damit Anspruch auf mehr Verantwortung und sollte in Zukunft eine gewichtige Rolle auch auf Bundesebene der SPD übernehmen", so Windmiller weiter.
Nach Abwägen des Für und Wider beschloss der Kreisvorstand einstimmig, Petra Heß zur Kandidatur aufzufordern und ihr dafür ein eindeutiges Votum aus dem Ilm-Kreis mit auf den Weg zu geben.
Insgesamt schätzt der SPD Kreisvorstand ein, dass Petra Heß eine Garantin für eine berechenbare sozialdemokratische Politik zum Wohle des Ilm-Kreises und Thüringens ist. Deshalb sollte Petra Heß als zweite Thüringerin und gerade als Frau und stellv. Landesvorsitzende neben dem bereits vom Landesvorstand nominierten Landesvorsitzenden Christoph Marschie ins Rennen um ein Vorstandsmandat gehen und damit die Chancen für eine Vertretung der Thüringer SPD im Bundesvorstand deutlich verbessern.