„Soweit ich weiß, wurde mittlerweile der Vorschlag geprüft, die GeraArena an der Reichsstraße zu bauen. Meines Wissen stehen dem Bau dort jedoch unüberwindbare rechtliche Hürden gegenüber.“, äußert der Landtagsabgeordnete Lemb zum aktuellen Stand. Für die SPD Gera bleibt aus diesem Grund der ursprünglich anvisierte Platz im Zentrum (Breitscheidstraße) die Vorzugsvariante.
„Der Bau der Arena ist sehr wahrscheinlich. Fraglich ist, ob sie GeraArena heißen wird. Andere Städte deutschlandweit reiben sich bereits die Hände.“ Geras Vorteil ist die bundesweit hervorragende Radsporttradition. Die erfolgreiche Teilnahme von Robert Förstemann an den Olympischen Spielen 2012 belegt das. Das spreche – noch – für die Sportstadt.
„Mein Eindruck ist, dass viele Geraer das Projekt wollen, aber nicht an die erfolgreiche Umsetzung glauben.“, so der Abgeordnete. Das liege auch an fehlenden Detailkenntnissen zum Vorhaben. Lemb selbst versteht die vorhandene Skepsis. Die jahrelangen Vorbereitungen, der einflussreiche Kreis der Unterstützer und zahlreiche Fakten haben ihn aber überzeugt.
Die SPD spricht sich nun für ein Informationsangebot durch die Investoren aus, damit sich jeder eine fundierte Meinung bilden kann. Ein überzeugender Fakt sei die anhaltende Unterstützung durch den Bund Deutscher Radfahrer. Dies könne sich jedoch schnell ändern, wenn von der Stadtspitze kein befürwortendes Signal komme.
Im Gegensatz zu anderen Konzepten kommt der Bau der GeraArena finanziell ohne die Stadt aus. Die Wahrscheinlichkeit der Förderung sei hoch. „Es ist merkwürdig, aber Realität, dass sie eher für große, architektonisch einmalige Projekte Fördermittel erhalten, als für kleine kommunale Sportanlagen.“, beschreibt Lemb seine Erfahrungen.